
Bei der bedeutendsten technologischen Umstellung an der britischen Grenze seit der Einführung der e-Gates hat das Innenministerium einen Dreijahresvertrag über 322.000 Pfund mit dem deutschen Biometrie-Spezialisten Cognitec abgeschlossen, um die Gesichtsalterschätzung (FAE) in sein Asylverfahren zu integrieren. Der Auftrag, der über den IT-Dienstleister Akhter Computers abgewickelt wird, bringt die FAE nach 18 Monaten Testphase vom Pilotprojekt in den operativen Einsatz.
Nach neuen gesetzlichen Richtlinien, die diese Woche veröffentlicht wurden, können Einwanderungsbeamte nun Fotos von undokumentierten Ankömmlingen machen und diese durch das KI-Modell von Cognitec laufen lassen, das binnen Sekunden eine altersbasierte Wahrscheinlichkeitsangabe liefert. Die Beamten entscheiden dann, ob die Person als Minderjähriger behandelt wird – was Schutzmaßnahmen und spezielle Unterbringung auslöst – oder als Erwachsener, der in regulären Einrichtungen festgehalten werden kann.
Das Innenministerium argumentiert, dass das Tool den Missbrauch des Asylsystems durch Erwachsene, die sich als Kinder ausgeben, eindämmen und die oft wochenlangen medizinischen oder sozialarbeiterischen Begutachtungen verkürzen wird. Minister verweisen auf interne Zahlen, wonach 2025 insgesamt 326 Migranten, die zunächst als Erwachsene registriert wurden, später als unter 18 Jahre alt eingestuft wurden. „KI ermöglicht es uns, echte minderjährige Flüchtlinge zu schützen und gleichzeitig Systembetrüger zu stoppen“, erklärte Grenzsicherheitsminister Alex Norris.
Menschenrechts- und Kinderrechtsorganisationen bleiben skeptisch. Enver Solomon, Leiter des Refugee Council, warnte vor algorithmischer Verzerrung, die gefährdete Jugendliche falsch einstufen könnte: „Schon kleine Fehlerquoten können lebensverändernde Folgen haben.“ Eine Studie des NIST aus dem Jahr 2025 zeigte, dass die Genauigkeit der FAE bei Frauen und dunkelhäutigen Gesichtern generell geringer ist. Das Innenministerium betont, dass die endgültige Entscheidung bei den Beamten liegt und strittige Fälle weiterhin von Experten geprüft werden können.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist diese Entwicklung ein Signal: Regierungen setzen zunehmend KI nicht nur zur Identitätsprüfung, sondern auch zur Ermittlung persönlicher Merkmale wie Alter, Absicht oder Risikoprofil ein. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Rahmen von Schutzprogrammen (z. B. für Afghanen oder Ukrainer) umsiedeln, sollten sich auf neue biometrische Anforderungen einstellen, während Datenschutzteams ihre Datenschutz-Folgenabschätzungen an die erweiterte Verarbeitung von Gesichtsdaten anpassen müssen.
Nach neuen gesetzlichen Richtlinien, die diese Woche veröffentlicht wurden, können Einwanderungsbeamte nun Fotos von undokumentierten Ankömmlingen machen und diese durch das KI-Modell von Cognitec laufen lassen, das binnen Sekunden eine altersbasierte Wahrscheinlichkeitsangabe liefert. Die Beamten entscheiden dann, ob die Person als Minderjähriger behandelt wird – was Schutzmaßnahmen und spezielle Unterbringung auslöst – oder als Erwachsener, der in regulären Einrichtungen festgehalten werden kann.
Das Innenministerium argumentiert, dass das Tool den Missbrauch des Asylsystems durch Erwachsene, die sich als Kinder ausgeben, eindämmen und die oft wochenlangen medizinischen oder sozialarbeiterischen Begutachtungen verkürzen wird. Minister verweisen auf interne Zahlen, wonach 2025 insgesamt 326 Migranten, die zunächst als Erwachsene registriert wurden, später als unter 18 Jahre alt eingestuft wurden. „KI ermöglicht es uns, echte minderjährige Flüchtlinge zu schützen und gleichzeitig Systembetrüger zu stoppen“, erklärte Grenzsicherheitsminister Alex Norris.
Menschenrechts- und Kinderrechtsorganisationen bleiben skeptisch. Enver Solomon, Leiter des Refugee Council, warnte vor algorithmischer Verzerrung, die gefährdete Jugendliche falsch einstufen könnte: „Schon kleine Fehlerquoten können lebensverändernde Folgen haben.“ Eine Studie des NIST aus dem Jahr 2025 zeigte, dass die Genauigkeit der FAE bei Frauen und dunkelhäutigen Gesichtern generell geringer ist. Das Innenministerium betont, dass die endgültige Entscheidung bei den Beamten liegt und strittige Fälle weiterhin von Experten geprüft werden können.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist diese Entwicklung ein Signal: Regierungen setzen zunehmend KI nicht nur zur Identitätsprüfung, sondern auch zur Ermittlung persönlicher Merkmale wie Alter, Absicht oder Risikoprofil ein. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Rahmen von Schutzprogrammen (z. B. für Afghanen oder Ukrainer) umsiedeln, sollten sich auf neue biometrische Anforderungen einstellen, während Datenschutzteams ihre Datenschutz-Folgenabschätzungen an die erweiterte Verarbeitung von Gesichtsdaten anpassen müssen.
Quelle: Biometric Update
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