
LATAM Airlines Brasil hat am Montag (1. Juni) eine weitere Ausweitung ihres internationalen Streckennetzes angekündigt. Ab April nächsten Jahres werden Flüge von São Paulo/Guarulhos nach Miami, Rom und Barcelona mit zusätzlichen Frequenzen bedient, zudem wird Amsterdam bereits im ersten Betriebsmonat fünfmal pro Woche direkt angeflogen. Laut Aline Mafra, Vertriebs- und Marketingleiterin bei LATAM, reagiert die Entscheidung auf die starke Zunahme der Geschäfts- und Freizeitreisenden im ersten Halbjahr 2026. Interne Daten zeigen einen Anstieg der internationalen Geschäftsreisenden um 18 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. „Wir haben gerade auf Strecken mit einer Auslastung von rund 90 % mehr Sitzplätze geschaffen“, so die Managerin. Für Geschäftsreisende bedeutet die Erweiterung praktische Vorteile: mehr Abflugzeiten zu Finanzzentren wie Miami und Rom sowie bessere Anbindung an den europäischen Hub Amsterdam – das Tor zum Benelux-Raum und wichtigen Logistikzielen wie Rotterdam. Auf der Strecke Guarulhos–Miami ermöglicht eine zusätzliche wöchentliche Frequenz beispielsweise morgens bessere Anschlussverbindungen an die US-Westküste mit kürzeren Wartezeiten. LATAM hebt auch die indirekten Effekte auf die brasilianische Wirtschaft hervor. Die interne Prognose geht davon aus, dass jede neue internationale Wochenfrequenz durchschnittlich 6 Millionen Reais pro Jahr an direkten Ausgaben ausländischer Touristen (Transport, Unterkunft, Verpflegung) generiert. Mit der Wiederaufnahme interkontinentaler Flüge in ganz Lateinamerika erwarten Tourismusförderorganisationen wie Embratur eine Domino-Wirkung bei der Erholung des Besucheraufkommens. Unternehmen mit Geschäftsreiseprogrammen wird empfohlen, ihre Tarifvereinbarungen noch im Juni zu überprüfen, da die Angebotserweiterung oft zu zeitlich begrenzten Sonderpreisen im neu geöffneten Kontingent führt. Mobilitätsmanager sollten zudem die Bearbeitungszeiten für Visa von ausländischen Führungskräften, insbesondere aus Ländern ohne gegenseitige Visafreiheit, im Blick behalten, um die erhöhte Sitzplatzverfügbarkeit im ersten Quartal 2026 optimal zu nutzen.
Quelle: Aerojornal