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Das neue Ein- und Ausreisesystem Europas startet vollständig – Was indische Reisende für den Sommer 2026 wissen müssen

Juni 12, 2026
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Das neue Ein- und Ausreisesystem Europas startet vollständig – Was indische Reisende für den Sommer 2026 wissen müssen
Mit dem nun an allen Außengrenzen in Betrieb genommenen Schengen-Ein- und Ausreisesystem (EES) werden indische Touristen, Studierende und Geschäftsreisende das Ende der Passstempel und den Beginn der biometrischen Erfassung bei jeder Ein- und Ausreise nach Europa erleben. Die seit dem 10. April 2026 aktive digitale Datenbank speichert Gesichtsaufnahmen, Fingerabdrücke und Reisedokumentdaten aller Nicht-EU-Besucher und überprüft automatisch die Einhaltung der 90/180-Tage-Aufenthaltsregel. Flughäfen in Frankfurt, Paris, Madrid und Athen haben die Passagierströme umgeleitet, um die erstmalige EES-Registrierung zu ermöglichen, Selbstbedienungskioske installiert und mobiles Personal eingesetzt, um Sommerstaus zu vermeiden. Reisende, die bei früheren Reisen bereits biometrisch erfasst wurden, können sich bei Folgebesuchen schneller bewegen, doch die Verkehrsministerien der EU empfehlen weiterhin, mindestens 30 Minuten früher als vor EES üblich anzureisen. Für indische Mobilitätsmanager liegt die größte Auswirkung in auditfähigen Reisedaten. Die EES-Datenbank speist sich direkt in die API-Systeme der Fluggesellschaften ein, sodass Überziehungen Einreiseverbote auslösen und zukünftige Schengen-Visaverlängerungen gefährden können. Unternehmen, die Kurzzeitentsendungen unterstützen, müssen daher ihre Reiseverfolgungssysteme verschärfen und Reisende darauf hinweisen, dass Wochenendaufenthalte in der Schweiz oder Spanien nun automatisch auf die 90-Tage-Grenze angerechnet werden. EES ist zudem ein Vorläufer von ETIAS, der elektronischen Reisegenehmigung, die ab Ende 2026 für visumfreie Staatsangehörige verpflichtend wird. Während Inder weiterhin ein Schengen-Visum benötigen, betrifft ETIAS Mitarbeiter mit Zweitpässen aus Ländern wie den USA oder Kanada. Unternehmen mit komplexen Staatsbürgerschaftskonstellationen sollten daher beginnen, zu erfassen, welche Mitarbeiter für Reisen mit zwei Pässen eine ETIAS-Genehmigung benötigen.
Quelle: The Traveler

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