
Indische Passinhaber, die über Deutschland umsteigen, benötigen künftig kein Flughafentransitvisum (ATV) mehr, wenn sie zu einem Drittland weiterreisen. Die Änderung, die am 2. Juni im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde und ab den ersten Flügen am 3. Juni 2026 gilt, bringt Deutschland in Einklang mit anderen Schengen-Drehkreuzen wie Frankreich und den Niederlanden, die das ATV für Inder bereits abgeschafft haben. Die Deutsche Botschaft in Neu-Delhi bezeichnete diesen Schritt als „Menschen-zueinander-Dividende“ aus dem Staatsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Januar, bei dem Premierminister Narendra Modi auf reibungslosere Mobilitätswege drängte, um den boomenden Handelsverkehr zwischen Indien und der EU zu fördern.
Laut Bundespolizei passierten im Jahr 2025 mehr als 182.000 indische Staatsangehörige die Flughäfen Frankfurt und München – viele auf beliebten One-Stop-Verbindungen in die USA und nach Kanada – und machen damit die zweitgrößte Gruppe von ATV-Antragstellern nach Bürgern der Demokratischen Republik Kongo aus. Für Firmenreisemanager bedeutet die neue Regelung eine Ersparnis von Kosten und Unsicherheiten. Bisher erforderte ein ATV biometrische Daten, einen Nachweis der Weiterreise und eine Gebühr von 80 Euro, wobei die Bearbeitungszeit in der Sommer-Hauptreisezeit bis zu zwei Wochen betragen konnte. Reisende ohne Visum riskierten die Verweigerung des Boardings am Abflughafen, was teure Umwege nach sich zog.
Multinationale Unternehmen mit Talenten aus Indien können deutsche Flughäfen nun genauso flexibel in ihre günstigsten Tarifalgorithmen einbeziehen wie Dubai, Doha oder Istanbul. Auch die Fluggesellschaften erwarten mehr Passagiere. Die Lufthansa Group, die im März eine Nonstop-Verbindung Hyderabad–Frankfurt gestartet hat, teilte News9 Live mit, dass sie für dieses Quartal mit einem Anstieg der Transitbuchungen aus Indien um fünf bis sieben Prozent rechnet. Reisebüros berichten, dass vor allem Premium-Passagiere auf dem Weg nach Nordamerika die ersten Profiteure sein werden, da sie oft Tagesabflüge über Europa den ultra-langen Flügen über den Golf vorziehen.
Praktisch müssen Passagiere weiterhin im internationalen Transitbereich bleiben und das richtige Visum oder ESTA/eTA für ihr Endziel besitzen. Wer den gesicherten Bereich verlassen möchte, um Gepäck abzuholen oder das Terminal zu wechseln, benötigt weiterhin ein reguläres Schengen-Visum. Mobilitätsteams sollten daher ihre internen Checklisten aktualisieren, Reisende mit deutschen Verbindungen in diesem Monat informieren und die Richtlinien in den Selbstbuchungstools anpassen, um die ATV-Befreiung zu berücksichtigen.
Laut Bundespolizei passierten im Jahr 2025 mehr als 182.000 indische Staatsangehörige die Flughäfen Frankfurt und München – viele auf beliebten One-Stop-Verbindungen in die USA und nach Kanada – und machen damit die zweitgrößte Gruppe von ATV-Antragstellern nach Bürgern der Demokratischen Republik Kongo aus. Für Firmenreisemanager bedeutet die neue Regelung eine Ersparnis von Kosten und Unsicherheiten. Bisher erforderte ein ATV biometrische Daten, einen Nachweis der Weiterreise und eine Gebühr von 80 Euro, wobei die Bearbeitungszeit in der Sommer-Hauptreisezeit bis zu zwei Wochen betragen konnte. Reisende ohne Visum riskierten die Verweigerung des Boardings am Abflughafen, was teure Umwege nach sich zog.
Multinationale Unternehmen mit Talenten aus Indien können deutsche Flughäfen nun genauso flexibel in ihre günstigsten Tarifalgorithmen einbeziehen wie Dubai, Doha oder Istanbul. Auch die Fluggesellschaften erwarten mehr Passagiere. Die Lufthansa Group, die im März eine Nonstop-Verbindung Hyderabad–Frankfurt gestartet hat, teilte News9 Live mit, dass sie für dieses Quartal mit einem Anstieg der Transitbuchungen aus Indien um fünf bis sieben Prozent rechnet. Reisebüros berichten, dass vor allem Premium-Passagiere auf dem Weg nach Nordamerika die ersten Profiteure sein werden, da sie oft Tagesabflüge über Europa den ultra-langen Flügen über den Golf vorziehen.
Praktisch müssen Passagiere weiterhin im internationalen Transitbereich bleiben und das richtige Visum oder ESTA/eTA für ihr Endziel besitzen. Wer den gesicherten Bereich verlassen möchte, um Gepäck abzuholen oder das Terminal zu wechseln, benötigt weiterhin ein reguläres Schengen-Visum. Mobilitätsteams sollten daher ihre internen Checklisten aktualisieren, Reisende mit deutschen Verbindungen in diesem Monat informieren und die Richtlinien in den Selbstbuchungstools anpassen, um die ATV-Befreiung zu berücksichtigen.
Quelle: News9 Live
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