
Das Innenministerium hat den 15. Juni 2026 als Datum für den Abbau der festen Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei festgelegt. Die Kehrtwende wird als Reaktion auf den EU-Migrationspakt dargestellt, der verstärkt Kontrollen an den Außengrenzen statt an den Binnengrenzen vorsieht. Florian Hiegelsberger, Generalsekretär der Oberösterreichischen Volkspartei (OÖVP), begrüßte den Schritt, warnte jedoch davor, Sicherheitslücken entstehen zu lassen. Er verwies auf Daten der deutschen Bundespolizei, die in den letzten zwölf Monaten 8.508 verhinderte illegale Einreisen von Österreich nach Bayern dokumentieren, und forderte eine „dynamische Überwachung“ von Autobahnauffahrten und -abfahrten, Bahnknotenpunkten sowie grenzüberschreitenden Buslinien. Das Innenministerium plant, Personal in mobile Kontrollteams mit Kennzeichenerkennung und Drohnen umzuschichten – eine Strategie, die auch Deutschland bis Mitte September beibehält. Für Logistikunternehmen bedeutet die Umstellung weniger verpflichtende Stopps an Grenzkontrollstellen, aber eine höhere Wahrscheinlichkeit von stichprobenartigen Fahrzeugkontrollen im Umkreis von 25 Kilometern zur Grenze. Pendler im Schengen-Raum dürften von geringeren Staus auf Strecken wie der A4 Richtung Ungarn und der Pyhrnpass-Verbindung nach Tschechien profitieren. Nach drei Monaten wird das Ministerium die Wirksamkeit des neuen Modells evaluieren.
Quelle: OÖVP Press Statement
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.Mehr von Österreich
Alle anzeigen
EU-Migrations- und Asylpakt tritt in Kraft; Österreich startet neue Grenzkontrollen und Rückführungsverfahren
EU-Asylagentur verspricht praktische Unterstützung bei Inkrafttreten historischer Reform