
Da der G7-Gipfel vom 15. bis 17. Juni direkt am Genfersee in Évian-les-Bains stattfindet, hat der Flughafen Genf einen außergewöhnlichen Betriebsplan aktiviert, der vom 13. bis 19. Juni gilt. Das heute gestartete G7-Portal warnt Reisende, dass trotz planmäßiger Durchführung der kommerziellen Flüge die An- und Abreise zum Flughafen alles andere als gewöhnlich sein wird. Ab Mitternacht am 12. Juni müssen Autofahrer mit Straßensperren und zeitweiligen Schließungen auf der Autobahn A1 sowie den Zufahrtsstraßen zum Terminal rechnen. Die französischen und schweizerischen Zollstellen führen stichprobenartige Passkontrollen wieder ein, und der Kanton hat zahlreiche kleinere Grenzübergänge geschlossen, um den Verkehr auf sieben Hauptpunkte zu bündeln. Die Flughafenleitung empfiehlt, mindestens drei Stunden vor Abflug anzureisen und die Mitteilungen der Fluggesellschaften regelmäßig zu prüfen, da diplomatische Konvois kurzfristige Bodenstopps auslösen können. Im Flughafengebäude werden die Panorama-Terrassen und Teile des nördlichen Piers vom 14. bis 18. Juni geschlossen, um Platz für Sicherheitszonen und die Parkierung von Staatsflugzeugen zu schaffen. Mitarbeiter im gesicherten Bereich müssen diese Woche ausgestellte zusätzliche Akkreditierungsausweise tragen, und Subunternehmer wurden auf gestaffelte Lieferzeiten hingewiesen. Für Geschäftsreisende besteht das größte Risiko in der Unvorhersehbarkeit der Abläufe. Grenzgänger aus Frankreich sollten den Léman Express nutzen, der nicht betroffen ist, und Arbeitgeber könnten zeitkritische Fracht über Basel oder Zürich umleiten. Versicherer melden bereits einen Anstieg an Anfragen zu Flugausfallversicherungen, was verdeutlicht, dass die Auswirkungen des G7-Gipfels weit über den Veranstaltungsort hinausgehen.