
Der Flughafen Genf (GVA) hat einen Betriebshinweis herausgegeben und empfiehlt Reisenden, zwischen dem 12. und 19. Juni mehr Zeit für ihre Anreise einzuplanen. Grund dafür ist der G7-Gipfel in der nahegelegenen Stadt Évian-les-Bains, zu dem Staatsoberhäupter und große Delegationen anreisen. Obwohl der kommerzielle Flugverkehr planmäßig stattfindet, rechnet der Flughafen mit Straßensperrungen rund um das Terminal, verstärkten Zollkontrollen an den französisch-schweizerischen Grenzübergängen sowie sporadischen Slot-Beschränkungen für private und diplomatische Flugzeuge. Ab dem 12. Juni werden die Kantonspolizeien schrittweise Verkehrslenkungen einführen, und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) aktiviert auf Wunsch der Genfer Behörden vorübergehende interne Schengen-Kontrollen. Reisende werden gebeten, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und die Mitteilungen der Fluggesellschaften bezüglich kurzfristiger Gate- oder Zeitänderungen aufmerksam zu verfolgen. Mobilitätsteams in Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die Grenzübergänge Mont-Blanc, Bardonnex und Thônex-Vallard geöffnet bleiben, während Nebenübergänge ohne Vorankündigung geschlossen werden können, was die Pendelzeiten für Grenzgänger, die in Frankreich wohnen und in Genf arbeiten, verlängern könnte. Auch Logistikdienstleister, die das Messegelände Palexpo beliefern, werden gebeten, wenn möglich Nachtanlieferungen zu planen. Diese Einschränkungen verdeutlichen, wie stark hochrangige politische Veranstaltungen die regionale Mobilität beeinflussen können. Während der Gipfel selbst vom 15. bis 17. Juni stattfindet, halten die Schweizer Behörden die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen bis zum 19. Juni aufrecht, um die Abreise der Delegierten und den Abbau der temporären Infrastruktur zu koordinieren.