
Während die Medien vor allem auf Genf schauen, hat die Präfektur des Doubs am Mittag des 12. Juni eine eigene Warnung herausgegeben: Es ist mit erheblichen Staus auf der N57 und den Nebenstraßen zum Grenzübergang La Ferrière-sous-Jougne zu rechnen. Da die Schweizer Behörden die meisten Schwerlastfahrzeuge dorthin umgeleitet haben, müssen Pendler vor Ort mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Kein Grenzübergang im Doubs wird vollständig geschlossen, doch die Behörden empfehlen Fahrern, Reisepässe und Wohnsitznachweise mitzuführen. Unternehmen, die Just-in-Time-Lieferketten von Basel oder Zürich nach Ostfrankreich betreiben, wird geraten, ihre Sendungen vorab zu deklarieren und alternative Routen über das Elsass oder die Güterbahnlinie Belfort–Delle in Betracht zu ziehen. Die Präfektur kündigt an, dass mobile Zollkontrollen abseits der Grenze eingerichtet werden, um die Staus direkt an der Grenze zu verringern. Arbeitgeber können per E-Mail Prioritätsfahrspuren für gekühlte oder pharmazeutische Fracht beantragen, allerdings sind die Kapazitäten begrenzt. Die regionalen Handelskammern haben die Steuerbehörden in der Schweiz und Frankreich gebeten, zu klären, wie sich verspätete Ankünfte auf den Status von Grenzgängern bei der Lohnabrechnung auswirken; eine FAQ soll vor Montag veröffentlicht werden. Die Warnung unterstreicht, dass die G7-Maßnahmen nicht nur auf die Haute-Savoie beschränkt sind. Mobilitätsplaner mit Mitarbeitern in Bourgogne-Franche-Comté sollten die Informationen der Präfektur aufmerksam verfolgen und bis zum 19. Juni mindestens 90 Minuten Pufferzeit für Grenzübertritte einplanen.
Quelle: macommune.info
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