
Echtzeitdaten der Qsensor-Plattform zeigen, dass die durchschnittlichen Wartezeiten bei der Passkontrolle am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle am 12. Juni auf 38 Minuten gestiegen sind, verglichen mit einem gleitenden Durchschnitt von 21 Minuten in der Vorwoche. Auch Paris-Orly verzeichnete einen Anstieg, wobei die Warteschlangen für Nicht-EU-Bürger während der späten Nachmittagsflüge aus Nordafrika mit bis zu 44 Minuten ihren Höhepunkt erreichten. Grenzpolizeigewerkschaften führen den Anstieg auf Personalverschiebungen zur französisch-schweizerischen Grenze im Rahmen des G7-Gipfels sowie auf Schulungen für das ab Oktober verpflichtende EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) für Drittstaatsangehörige zurück. Automatisierte e-Gates wurden zeitweise auf manuelle Bedienung umgestellt, um neue biometrische Lesegeräte zu testen, was den Durchsatz zusätzlich verlangsamte. Internationale Unternehmen, die Führungskräfte für die Vivatech-Konferenz am 17. und 18. Juni nach Paris fliegen, sollten längere Ankunftsformalitäten einplanen und, wenn möglich, Chauffeur-Transfers mit flexiblen Abholzeiten statt festgelegter Fahrgemeinschaften buchen. Reisende mit engen Zuganschlüssen vom TGV-Bahnhof CDG sollten spätere Abfahrten in Betracht ziehen. Das Innenministerium kündigt an, dass nach dem 19. Juni zusätzliches Personal nach CDG zurückkehren wird, empfiehlt Nicht-EU-Passagieren jedoch, die Online-Voranmeldung für die Passkontrolle (PARAFE+) zu nutzen, um die Grenzformalitäten zu beschleunigen.