
Die Sicherheitsvorkehrungen rund um den G7-Gipfel nächste Woche in Évian-les-Bains verändern bereits die tägliche Mobilität von Tausenden Grenzgängern. Seit dem 12. Juni verstärken französische Zoll- und Gendarmerieeinheiten die Kontrollen an den wichtigsten Grenzübergängen im Département Doubs, während die Schweiz die Ausfahrt Bardonnex auf der Autobahn A1 in Richtung Genf gesperrt hat. Die Präfektur Doubs warnt Pendler vor Staus in La Ferrière-sous-Jougne, wo die meisten Schwerlastfahrzeuge umgeleitet werden. Auf französischer Seite sind keine Kontrollstellen komplett geschlossen, jedoch werden während der Stoßzeiten alle Pässe zu 100 % überprüft. Unternehmen, die Shuttle-Dienste für Mitarbeiter der Uhrenindustrie in Neuchâtel und Waadt anbieten, berichten von Umwegen, die bis zu 40 Minuten pro Fahrt ausmachen. Die örtlichen Handelskammern empfehlen Firmen, Homeoffice zu ermöglichen oder die Schichtbeginnzeiten zwischen 6:00 und 11:00 Uhr zu staffeln. Hoteliers in Évian und Thonon erwarten durch die 4.000 akkreditierten Medienvertreter des Gipfels einen Aufschwung, warnen jedoch, dass Lieferfahrzeuge der Lieferkette bei anhaltenden Staus auf der A1 Schwierigkeiten haben könnten, „Just-in-Time“-Lieferfenster einzuhalten. Das verstärkte Sicherheitsregime bleibt mindestens bis zum 18. Juni in Kraft und umfasst sowohl den Gipfel der Staats- und Regierungschefs als auch geplante Anti-G7-Demonstrationen im Kanton Genf. Unternehmen sollten ihre Versicherungen überprüfen, da Verzögerungen durch politische Ereignisse oft ausgeschlossen sind, sofern sie nicht ausdrücklich mitversichert wurden.
Quelle: ToutMontbéliard