
Im prächtigen Farnesina-Palast des Außenministeriums versammeln sich am 12. und 13. Juni über 120 Missionsleiter zur zweijährlichen Konferenz der italienischen Konsuln. Laut Vorabinformationen steht die Modernisierung der Dienstleistungen im Mittelpunkt: die Erweiterung der Online-Terminplattform „Fast-IT“, die Einführung von Video-Interviews für bestimmte Visakategorien sowie koordinierte Aktionen zur Bewältigung der Sommerstaus bei Reisepässen. Außenminister Antonio Tajani eröffnete die Sitzung mit der Betonung, dass effiziente konsularische Dienste „einen Export-Schub“ bedeuten und sowohl den Incoming-Tourismus als auch Investitionen ins Ausland fördern. Innenminister Matteo Piantedosi ergänzte, dass die Konsulate eine Schlüsselrolle im neuen EU-Migrations- und Asylpakt spielen werden, indem sie Bewerber vorab prüfen, die in Italiens beschleunigte Grenzverfahren eingegliedert werden sollen. Aus Sicht der Mobilität von im Ausland lebenden Italienern ist der konkreteste Fortschritt ein Plan, der es italienischen Staatsbürgern, die im AIRE-Register (Anagrafe Italiani Residenti all’Estero) eingetragen sind, ab dem 1. Juni 2026 ermöglicht, elektronische Personalausweise (CIE) direkt bei italienischen Gemeinden zu beantragen – ein Schritt, der die Engpässe in stark frequentierten Konsulaten in London, Buenos Aires und New York entschärfen soll. Die Konsuln prüfen zudem ein Pilotprojekt, das es großen Unternehmenssponsoren – Reedereien, Kreuzfahrtgesellschaften und Modehäusern – erlauben würde, Sammelanträge für Arbeitsvisa über eine API statt über das herkömmliche Webportal hochzuladen. Wird diese Funktion eingeführt, könnten die Bearbeitungszeiten für Saisonarbeitskräfte, die etwa während der Mailänder Modewoche oder bei Kreuzfahrtdrehungen in Venedig benötigt werden, um mehrere Tage verkürzt werden. Die Konferenz endet mit einer live gestreamten Fragerunde; Italiener im Ausland wurden eingeladen, ihre Fragen im Vorfeld per E-Mail einzureichen. Mobilitätsmanager sollten das abschließende Kommuniqué genau verfolgen, um Zeitpläne für neue digitale Tools und mögliche Gebührenänderungen bei API-basierten Anträgen zu erfahren.
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