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Österreichisches Innenministerium meldet starken Rückgang illegaler Einreisen nach Anti-Schmuggel-Offensive

Juni 15, 2026
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Österreichisches Innenministerium meldet starken Rückgang illegaler Einreisen nach Anti-Schmuggel-Offensive
Das österreichische Bundesministerium für Inneres (BMI) meldet erste Erfolge im Kampf gegen Menschenschmuggelnetzwerke: Die Zahl der irregulären Grenzübertritte ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel gesunken. In einer am Sonntag, dem 14. Juni, veröffentlichten Erklärung führt das Ministerium gemeinsame Polizei-Militär-Patrouillen an den ungarischen und slowenischen Grenzen sowie eine engere Zusammenarbeit mit Balkan-Partnern bei der Informationsweitergabe als Gründe für die „massive Reduktion“ der illegalen Grenzübertritte an. Seit Januar haben die österreichischen Behörden 4.900 mutmaßliche Schmuggler festgenommen und 410 Fahrzeuge beschlagnahmt, die speziell umgebaut wurden, um Migranten zu verstecken, so das BMI. Viele der Festnahmen sind auf den verstärkten Einsatz von automatischen Kennzeichenerkennungskameras auf Zufahrtsstraßen nach Wien und Graz zurückzuführen. Das Ministerium hebt einen aktuellen Fall hervor, bei dem Beamte 27 syrische Staatsangehörige in einem Kühltransporter nahe Nickelsdorf entdeckten; die beiden ukrainischen Fahrer drohen nun Haftstrafen von bis zu zehn Jahren nach österreichischem Anti-Schleuserrecht. Innenminister Karner betont, dass konsequente nationale Maßnahmen die Forderung Österreichs nach mehr EU-weiter Solidarität im Asylbereich ergänzen und nicht widersprechen. „Wir zeigen, dass entschlossenes nationales Handeln Hand in Hand gehen kann mit dem neuen Migrations- und Asylpakt, der letzte Woche in Kraft getreten ist“, so Karner. Wien werde sich beim nächsten Rat für Justiz und Inneres für ähnliche Technologieinvestitionen an den EU-Außengrenzen einsetzen. NGOs wie die Asylkoordination Österreich erkennen den Rückgang der Ankünfte an, warnen jedoch vor humanitären Folgen weiter südlich, wo Migranten in provisorischen Lagern in Serbien und Bosnien-Herzegowina feststecken könnten. Sie fordern schnellere und transparentere humanitäre Korridore sowie Umsiedlungsoptionen, insbesondere für Familien aus Syrien und Afghanistan. Für Mobility-Manager bedeutet die Verschärfung der Kontrollen weniger spontane Asylanträge innerhalb Österreichs, aber möglicherweise längere Vorlaufzeiten bei der Umsiedlung von Angehörigen von Mitarbeitern, die humanitäre Visa benötigen. Das BMI versichert, dass Unternehmensentsandte und Mitarbeiter mit Rot-Weiß-Rot-Karte oder ICT-Bewilligungen nicht betroffen sind; dennoch raten Umzugsdienstleister, alle relevanten Unterlagen (Arbeitsverträge, Wohnnachweise, Krankenversicherung) stets griffbereit zu haben, falls es zu Kontrollen an der Straße kommt.
Quelle: Austrian Federal Ministry of the Interior

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