
Das österreichische Innenministerium hat eine neue Verordnung erlassen, die die inneren Schengen-Kontrollen an den Land- und Flussgrenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien um weitere drei Monate ab dem 15. Juni 2026 verlängert. Gleichzeitig führt Wien eine sogenannte „flexible Grenzlinie“ ein: Statt fester Kontrollpunkte sollen gemischte Polizei-Militär-Patrouillen in einem bis zu 15 Kilometer tiefen Grenzgebiet auf österreichischem Staatsgebiet unterwegs sein, unterstützt von Drohnen, Kennzeichenscannern und mobilen Fingerabdruck-Einheiten. Innenminister Gerhard Karner erklärte, das Konzept ziele darauf ab, „Schleusern das Handwerk zu legen, ohne Pendler im Alltag zu behindern.“
Das Ministerium argumentiert, dass die verschärfte Kontrolle notwendig sei, solange das neue EU-Asylpaket noch in der Umsetzung ist und die Technologie an den Außengrenzen noch ausgebaut wird. Laut Karner ist die Zahl der aufgegriffenen irregulären Migranten an der östlichen Grenze Österreichs seit Beginn der Pilotphase im Dezember um 30 Prozent gesunken, während die durchschnittlichen Wartezeiten für Grenzpendler unter fünf Minuten gefallen sind.
Für Unternehmen, die Personal oder Waren durch Mitteleuropa transportieren, bedeutet der Wechsel von festen Kontrollstellen zu mobilen Patrouillen eine geringere Planbarkeit, wo Stichprobenkontrollen stattfinden. Mobilitätsmanager werden daher geraten, sicherzustellen, dass Entsandte auch bei kurzen Fahrten stets Reisepässe, Aufenthaltsgenehmigungen oder Rot-Weiß-Rot-Karten mitführen und Logistikpartner über mögliche kurzfristige Kontrollen auf Nebenstraßen informieren. Verstöße, die im neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) erfasst werden, können zu Schengen-Einreiseverboten führen.
Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Österreichs Entscheidung nur wenige Tage nach Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) erfolgt, obwohl die EU-Kommission neun Mitgliedstaaten zur Abschaffung innerer Kontrollen aufgefordert hatte. Das Ministerium betont, die Verlängerung sei mit Artikel 25 des Schengener Grenzkodex vereinbar und verweist auf „anhaltende Bedrohungen durch organisierte Schleusernetzwerke.“ Eine gerichtliche Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof, beantragt von mehreren NGOs, könnte noch in diesem Jahr folgen.
Praktisch sollten internationale Unternehmen mögliche Verzögerungen von 10 bis 15 Minuten in den Straßentransportplänen auf den Korridoren Wien–Brünn und Wien–Bratislava einkalkulieren und Shuttle-Bus-Betreiber, die grenzüberschreitende Werke in Győr und Maribor anfahren, anweisen, zusätzliche Pufferzeiten in die Fahrpläne für den Mitarbeitershuttle einzubauen.
Das Ministerium argumentiert, dass die verschärfte Kontrolle notwendig sei, solange das neue EU-Asylpaket noch in der Umsetzung ist und die Technologie an den Außengrenzen noch ausgebaut wird. Laut Karner ist die Zahl der aufgegriffenen irregulären Migranten an der östlichen Grenze Österreichs seit Beginn der Pilotphase im Dezember um 30 Prozent gesunken, während die durchschnittlichen Wartezeiten für Grenzpendler unter fünf Minuten gefallen sind.
Für Unternehmen, die Personal oder Waren durch Mitteleuropa transportieren, bedeutet der Wechsel von festen Kontrollstellen zu mobilen Patrouillen eine geringere Planbarkeit, wo Stichprobenkontrollen stattfinden. Mobilitätsmanager werden daher geraten, sicherzustellen, dass Entsandte auch bei kurzen Fahrten stets Reisepässe, Aufenthaltsgenehmigungen oder Rot-Weiß-Rot-Karten mitführen und Logistikpartner über mögliche kurzfristige Kontrollen auf Nebenstraßen informieren. Verstöße, die im neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) erfasst werden, können zu Schengen-Einreiseverboten führen.
Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Österreichs Entscheidung nur wenige Tage nach Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) erfolgt, obwohl die EU-Kommission neun Mitgliedstaaten zur Abschaffung innerer Kontrollen aufgefordert hatte. Das Ministerium betont, die Verlängerung sei mit Artikel 25 des Schengener Grenzkodex vereinbar und verweist auf „anhaltende Bedrohungen durch organisierte Schleusernetzwerke.“ Eine gerichtliche Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof, beantragt von mehreren NGOs, könnte noch in diesem Jahr folgen.
Praktisch sollten internationale Unternehmen mögliche Verzögerungen von 10 bis 15 Minuten in den Straßentransportplänen auf den Korridoren Wien–Brünn und Wien–Bratislava einkalkulieren und Shuttle-Bus-Betreiber, die grenzüberschreitende Werke in Győr und Maribor anfahren, anweisen, zusätzliche Pufferzeiten in die Fahrpläne für den Mitarbeitershuttle einzubauen.
Quelle: Austrian Interior Ministry (BMI)
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.Mehr von Österreich
Alle anzeigen
Österreichisches Innenministerium meldet starken Rückgang illegaler Einreisen nach Anti-Schmuggel-Offensive
Österreich will Unterstützung für neue EU-Verordnung zu Fluggastrechten zurückhalten und verweist auf geringeren Schutz für Reisende