
Einen Tag nachdem Präsident Donald Trump ein umfassendes Finanzpaket in Höhe von 70 Milliarden Dollar für Immigration and Customs Enforcement (ICE) und Customs and Border Protection (CBP) unterzeichnet hatte, veröffentlichte The Guardian eine Analyse, die aufzeigt, wie der Secure America Act bis 2029 Massendeportationsziele finanziert. Das Gesetz sieht 38 Milliarden Dollar für ICE-Abschiebungen, 26 Milliarden Dollar für Personal und Technologie der Grenzschutzbehörde sowie 5 Milliarden Dollar als Reservefonds vor. Der Artikel hebt die Bedenken der Wirtschaft gegenüber neuen Task Forces zur Bekämpfung von Dokumentenfälschungen hervor, die verstärkte I-9-Prüfungen und Razzien am Arbeitsplatz zur Folge haben könnten – während das Gesetz gleichzeitig Gelder für lang geforderte Arbeitgeber-Compliance-Programme auslässt. Einwanderungsbefürworter warnen, dass die zusätzlichen Mittel die bereits mit drei Millionen Fällen überlasteten Einwanderungsgerichte weiter überfordern und zu längeren Haftzeiten für Asylsuchende führen könnten. Unternehmen mit internationalen Fachkräfteprogrammen sollten sich laut Experten auf vermehrte Betriebsbesuche und strengere Kontrollen bei L-1- und H-1B-Anträgen einstellen. Branchenverbände fordern erneut, dass der Kongress die Mittel für Durchsetzung mit einer Modernisierung des Visumsystems koppelt, da arbeitsmarktbasierte Wege der einzige nachhaltige Weg sind, irreguläre Migration einzudämmen. The Guardian weist darauf hin, dass es den Demokraten nicht gelang, Schutzmaßnahmen wie Bodycams für ICE-Beamte durchzusetzen, nachdem die parteiübergreifenden Verhandlungen gescheitert waren. In der vorliegenden Fassung stellt das Gesetz bis zum Haushaltsjahr 2029 vorab Mittel bereit, die die Einwanderungsbehörden vor künftigen Haushaltsstreitigkeiten schützen und den Kongress bei politischen Änderungen einschränken. Für Mobilitätsplaner lautet die unmittelbare Schlussfolgerung: Risikomanagement ist gefragt. Unternehmen sollten ihre I-9-Prozesse überprüfen, schnelle Reaktionspläne für Mitarbeiterfestnahmen aktualisieren und mit möglichen Verzögerungen bei der Premium-Bearbeitung rechnen, falls strengere Prüfungen die Abläufe in den Servicezentren verlangsamen.
Quelle: The Guardian
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