
Angesichts einer 24-Stunden-Frist zur Einhaltung einer Anordnung des US-Bezirksrichters John McConnell hat der US Citizenship and Immigration Services (USCIS) am späten 13. Juni die Mitarbeiter angewiesen, die Bearbeitung von über einer Million festgefahrenen Asyl-, Statusanpassungs- und Einbürgerungsfällen wieder aufzunehmen. Der im November 2025 verhängte Stopp hatte Petitionen von Staatsangehörigen aus 39 Ländern, die vom erweiterten Einreiseverbot betroffen sind, sowie alle positiven Asylanträge eingefroren. Das Gericht in Rhode Island erklärte die Richtlinien am 5. Juni für rechtswidrig, doch die Behörde argumentierte zunächst, die Anordnung sei „vorläufig“ und setzte den Stopp fort. Nachdem der Richter mit einer scharf formulierten Nachfolgeanordnung – „Diesmal gibt es keine Entschuldigung“ – nachgelegt hatte, änderte USCIS seine Haltung und legte gleichzeitig Berufung beim First Circuit ein. Praktisch bedeutet die Wiederaufnahme, dass lang verzögerte Arbeitserlaubnisse (EADs) und Entscheidungen zu Green Cards nun vorankommen können, was die Personalplanung für US-Arbeitgeber erleichtert, die bisher keine Starttermine für betroffene Neueinstellungen bestätigen konnten. Einwanderungsanwälte raten Unternehmen, die Statusportale täglich zu überwachen und schnell auf mögliche Anfragen nach zusätzlichen Unterlagen zu reagieren, da diese in großer Zahl eintreffen könnten, während die Sachbearbeiter den Rückstau abarbeiten. USCIS warnte, dass eine vollständige Normalisierung Wochen dauern könne, da die Bearbeiter neu geschult und die Akten neu sortiert werden müssen. Dennoch beseitigt die Entscheidung die unmittelbare rechtliche Unsicherheit für multinationale Unternehmen, die auf asylbasierte Arbeitserlaubnisse und familienbasierte Green Cards für Schlüsselmitarbeiter angewiesen sind.
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