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Bisher nur 300 irreguläre Migranten an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahr 2026 aufgegriffen

Juni 17, 2026
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Bisher nur 300 irreguläre Migranten an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahr 2026 aufgegriffen
Die Grenzpolizei im Burgenland hat in der ersten Hälfte des Jahres 2026 nur 300 illegale Grenzübertritte registriert und drei mutmaßliche Schleuser festgenommen, berichtete die Kronen Zeitung am 16. Juni. Während des Höhepunkts der Migrationswelle 2023 wurden an derselben Grenze bis zu 300 Festnahmen pro Tag verzeichnet – ein deutlicher Rückgang seitdem, nachdem Österreich die Kontrollen verstärkt und Ungarn gemeinsame Einsätze intensiviert hat. Innenminister Gerhard Karner führt die Erfolge auf die bilaterale „Operation Fuchs“ zurück, die organisierte Schmuggelrouten entlang der 357 Kilometer langen Grenze unterbunden hat. Rund 150 Soldaten unterstützen nun die Polizeipatrouillen – deutlich weniger als die 450 vor zwei Jahren, was den geringeren Zustrom widerspiegelt.

Bisher nur 300 irreguläre Migranten an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahr 2026 aufgegriffen


Der starke Rückgang zeigt sich auch in den Haftzahlen: 2024 saßen 38 verurteilte Schleuser in österreichischen Gefängnissen, in diesem Jahr sind es bisher nur sechs. Dennoch warnen die Behörden vor Selbstzufriedenheit. Die höchste Wochenzahl an Migranten – 23 Personen – wurde zwischen dem 18. und 24. Mai registriert, was zeigt, dass Schleuser weiterhin alternative Waldwege und Dorfstraßen ausprobieren. Karner traf sich vergangene Woche mit seinem neuen ungarischen Amtskollegen Gábor Pósfai, um eine engere Zusammenarbeit bei der Informationsweitergabe und Drohnenüberwachung an bekannten Grenzstellen zu vereinbaren.

Für Unternehmen mit Fabriken in Ostösterreich bedeutet die ruhigere Lage weniger Verkehrsbehinderungen auf den Korridoren A4 und B50 sowie geringeren Druck auf lokale Unterkünfte, die in den Vorjahren als Notaufnahmezentren dienten. Dennoch sollten Firmen die Auswirkungen auf die Arbeitskräfteversorgung im Blick behalten: Die verschärften Grenzkontrollen fallen mit einem Mangel an Saisonarbeitskräften in Landwirtschaft und Gastronomie zusammen, die traditionell aus den Nachbarländern kamen. Reiseverantwortliche sollten ihre Mitarbeiter weiterhin über die Ausweispflichten informieren. Auch EU-Bürger können bei mobilen Kontrollen an der Grenze nach dem Pass gefragt werden, und Nicht-EU-Beschäftigte müssen jederzeit ihre Aufenthaltskarte mitführen.
Quelle: Kronen Zeitung

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