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Fünf Personen angeklagt: Polnisch-ukrainischer Ring nutzte fingierte Baujobs zur Erlangung von Arbeitsvisa

Juni 16, 2026
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Fünf Personen angeklagt: Polnisch-ukrainischer Ring nutzte fingierte Baujobs zur Erlangung von Arbeitsvisa
Die Warschau-Modlin-Niederlassung der polnischen Grenzpolizei hat ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das Scheinfirmen im Baugewerbe gründete, um Arbeitserlaubnisse und Visa für Migranten aus Asien und Afrika zu erschleichen. Am 15. Juni wurden drei polnische Staatsbürger und zwei Ukrainer festgenommen, nachdem die Staatsanwaltschaft des Bezirks Legionowo monatelang ermittelt hatte. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, fingierte Firmen angemeldet, erfundene Arbeitsverträge bei den regionalen Arbeitsämtern eingereicht und die daraus resultierenden Arbeitserlaubnisse für mehrere tausend Euro an Migranten aus der Türkei, Ägypten, Aserbaidschan, Bangladesch und Pakistan verkauft zu haben. Mit den polnischen Visa konnten die Begünstigten sich frei im 27-staatlichen Schengen-Raum bewegen, wodurch Polen effektiv zum Tor für sekundäre Migration wurde. Das Vorgehen verdeutlicht ein wachsendes Compliance-Risiko für multinationale Arbeitgeber, die auf Drittagenturen angewiesen sind, um im angespannten polnischen Baumarkt Arbeitskräfte zu rekrutieren. Die Behörden überprüfen nun kürzlich gestellte Anträge auf Arbeitserlaubnisse, die mit den Verdächtigen in Verbindung stehen; echte Auftragnehmer müssen mit Prüfungen rechnen, um nachzuweisen, dass ausländische Arbeitskräfte tatsächlich vor Ort und auf der Gehaltsliste sind. Nach dem polnischen Strafgesetzbuch drohen bis zu acht Jahre Haft für die gewinnorientierte Erleichterung illegaler Grenzübertritte. Die Beschuldigten stehen unter polizeilicher Aufsicht, dürfen keinen Kontakt zueinander aufnehmen und haben ihre Reisepässe bis zum Prozessbeginn abgeben müssen. Der Fall erfolgt vor dem Hintergrund des Drucks der EU auf Polen, seine Visapraxis nach dem Skandal im vergangenen Jahr zu reformieren. Personalverantwortliche werden dringend aufgefordert, nur geprüfte Einwanderungsberater zu nutzen und stichprobenartige Kontrollen der Unternehmensunterlagen von Subunternehmern durchzuführen.
Quelle: Rzeczpospolita

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