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Kanada setzt 36.000 Anträge auf Daueraufenthalt aus Ebola-betroffenen Ländern unter neuen Gesundheitsmaßnahmen aus

Juni 17, 2026
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Kanada setzt 36.000 Anträge auf Daueraufenthalt aus Ebola-betroffenen Ländern unter neuen Gesundheitsmaßnahmen aus
Unter Berufung auf Notfallbefugnisse gemäß dem Gesetzesentwurf C-12 hat die kanadische Regierung die Bearbeitung von rund 36.000 Anträgen auf Daueraufenthalt aus der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Südsudan ausgesetzt, wie eine Mitteilung in der Canada Gazette, zusammengefasst von Asatu News am 16. Juni, berichtet. Die Maßnahme friert zudem 7.751 Anträge auf vorübergehenden Aufenthalt ein und annulliert die Einreise für mehr als 22.000 Visa- und eTA-Inhaber aus den drei Ländern, sofern sie nicht für enge humanitäre Ausnahmen qualifizieren. Reisende, die sich bereits in Kanada aufhalten und in den letzten drei Wochen die Region besucht haben, müssen eine 21-tägige Quarantäne absolvieren. Für Arbeitgeber bedeutet die Regelung eine Störung der Rekrutierungspipelines, die frankophone Fachkräfte im Gesundheitswesen aus Zentralafrika anziehen – eine wichtige Talentquelle für Québec und Ontario. Unternehmen sollten ihre Arbeitsmarktprüfungen und Nominierungen im Rahmen der Provinzprogramme für die betroffenen Nationalitäten überprüfen und Notfallpläne für Personalengpässe oder Homeoffice-Lösungen vorbereiten. Einwanderungsrechtler weisen darauf hin, dass dies die erste umfassende Anwendung der Befugnisse aus Gesetzesentwurf C-12 ist, um Einwanderungsakten aus Gründen des öffentlichen Gesundheitswesens „zu ändern, zu annullieren oder auszusetzen“. Der Präzedenzfall deutet darauf hin, dass künftige Ausbrüche (z. B. Gelbfieber, Marburg-Virus) ähnliche landesweite Aussetzungen auslösen könnten, was eine neue Dimension epidemiologischer Risiken für die globale Mobilitätsplanung darstellt. Das IRCC hat bislang weder Entschädigungen noch eine beschleunigte Bearbeitung nach Stabilisierung der Ebola-Situation angekündigt. Interessengruppen fordern das Ministerium auf, klarzustellen, ob die Aussetzungszeit auf die Bearbeitungsfristen angerechnet wird und einen Fahrplan zur Wiederaufnahme der pausierten Anträge zu veröffentlichen.
Quelle: Asatu News

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