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Ottawa legt 36.000 Akten von Daueraufenthaltsbewerbern aus Ebola-Regionen auf Eis

Juni 17, 2026
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Ottawa legt 36.000 Akten von Daueraufenthaltsbewerbern aus Ebola-Regionen auf Eis
In einer außergewöhnlichen Maßnahme im Bereich der öffentlichen Gesundheit hat Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) die Bearbeitung von rund 36.000 Anträgen auf Daueraufenthalt (PR) aus der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Südsudan gestoppt. Laut einer in der letzten Woche veröffentlichten Mitteilung im Canada Gazette, die heute früh (16. Juni) durch Medienberichte bestätigt wurde, wurde die Aussetzung unter neuen Quarantänebefugnissen verhängt, die im März in Kraft getreten sind. Die Aussetzung betrifft alle Phasen des PR-Prozesses: Anträge im Bestand, Fälle, die auf eine endgültige Entscheidung warten, sowie 1.700 bereits gedruckte und ausgestellte Visa. Weitere 22.816 Inhaber gültiger temporärer Visa, eTAs, Arbeits- und Studiengenehmigungen, die noch nicht nach Kanada eingereist sind, dürfen nicht an Bord von Flügen gehen. Es gibt begrenzte humanitäre Ausnahmen, die jedoch über Kanadas Netzwerk von Visastellen zur Einzelfallprüfung eingereicht werden müssen. Daten von IRCC zeigen, dass die Hauptlast auf Flüchtlings- und Schutzbedürftigenfällen liegt – mehr als 30.000 Akten – was bei den bereits mit der Vorbereitung von Patenschaften begonnenen Integrationsagenturen Besorgnis auslöst. Auch Arbeitgeber, die qualifizierte Fachkräfte aus den betroffenen Ländern rekrutiert haben, stehen vor großen Herausforderungen; Inhaber von Global Talent Stream- und arbeitgeberspezifischen Arbeitserlaubnissen, die diesen Sommer in den PR-Status wechseln sollten, können weder reisen noch den Übergang vollziehen. Rechtlich markiert dieser Schritt die erste Anwendung der umfassenden Befugnisse, die durch das Gesetz C-12 gewährt wurden, das dem Kabinett erlaubt, das Einwanderungs- und Flüchtlingsschutzgesetz bei einer erklärten Gesundheitsnotlage zum Schutz der Kanadier außer Kraft zu setzen. Einwanderungsanwälte warnen, dass dieser Präzedenzfall zukünftige krankheitsbedingte Stilllegungen erleichtern könnte, und raten multinationalen HR-Teams, in der Mobilitätsplanung Klauseln zur höherer Gewalt einzubauen. Praktisch sollten Unternehmen mit Mitarbeitern in der Pipeline Reisehistorien überprüfen, alternative Talentpools identifizieren und – wo möglich – Arbeit auf kanadische Tochtergesellschaften verlagern, um Projektzeitpläne einzuhalten. IRCC hat kein Enddatum genannt; die 21-tägige Quarantäneanordnung der Gesundheitsbehörde nach Reisen gilt bis zum 29. August, was darauf hindeutet, dass die Aussetzung bis in die Sommerreisezeit andauern könnte.
Quelle: Asatu News

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