
Zoll- und Grenzschutzbeamte am Hafen von Cincinnati haben am 3. Juni eine Express-Luftfracht mit 111 gefälschten Luxusartikeln abgefangen – darunter Uhren von Rolex, Richard Mille und Cartier – deren geschätzter Einzelhandelswert bei Originalware rund 19,26 Millionen US-Dollar betragen hätte. Das Paket stammte aus Kolumbien und war an eine Privatadresse in Puerto Rico adressiert, teilte der CBP am 16. Juni in einer Pressemitteilung mit. Experten des CBP-Zentrums für Exzellenz und Fachwissen bestätigten die Waren als Fälschungen; alle Artikel wurden gemäß den Vorschriften zum Schutz geistigen Eigentums beschlagnahmt. Hafenleiter Eric Zizelman warnte, dass der Verkauf gefälschter Luxusartikel „die amerikanische Wirtschaft und unsere nationale Sicherheit bedroht“ – eine Botschaft, die die einjährige Kampagne der Behörde unterstreicht, die Verbindungen zwischen Gewinnen aus Fälschungen und transnationaler Kriminalität hervorhebt. Für Importeure und E-Commerce-Dienstleister ist dieser Fund eine weitere Erinnerung daran, dass der CBP moderne Zieltechnologien einsetzt, um auch kleine Sendungen ebenso gründlich zu kontrollieren wie Containerfracht. Lieferkettenmanager sollten die Authentizität ihrer Lieferanten überprüfen und lückenlose Prüfprotokolle führen – besonders beim Bezug von hochwertigen Accessoires, die bei US-Konsumenten beliebt sind. Mitarbeiter, die Markenmuster zu Messen mitführen, müssen mit verstärkter Kontrolle rechnen; Originalkaufbelege und Echtheitszertifikate können Verzögerungen vermeiden. Unternehmen, die mit dem Vertrieb gefälschter Waren erwischt werden, riskieren zivilrechtliche Strafen und mögliche strafrechtliche Konsequenzen gemäß dem „Stop Counterfeiting in Manufactured Goods Act“. Die Beschlagnahme zeigt zudem die wachsende Zusammenarbeit des CBP mit Rechteinhabern: Markenschutzteams, die ihre Marken bei der Behörde registrieren, erhalten schnellere Benachrichtigungen und können Schulungen zur Produktauthentifizierung anbieten, die die Erkennungsfähigkeiten der Beamten verbessern.
Quelle: Border Security Report