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Bundesrichter kippt Trump-Ära Zusatzgebühr von 100.000 Dollar für H-1B-Anträge

Juni 18, 2026
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Bundesrichter kippt Trump-Ära Zusatzgebühr von 100.000 Dollar für H-1B-Anträge
Ein Bundesgericht in Massachusetts hat einen schweren Schlag gegen eine der umstrittensten Zusatzgebühren im Bereich der Unternehmensimmigration der letzten Jahre versetzt: Die Trump-Administration muss die seit September 2025 erhobene „zusätzliche“ Anmeldegebühr von 100.000 US-Dollar für H-1B-Visa zurücknehmen. Richter Leo Sorokin entschied, dass diese Gebühr im Wesentlichen eine Steuer darstellt – und nach der US-Verfassung nur der Kongress Steuern erheben darf. Zudem stellte er fest, dass die Regelung ohne die vorgeschriebenen Anhörungsverfahren nach dem Administrative Procedure Act erlassen wurde.

Warum das für Arbeitgeber wichtig ist: Seit Ende 2025 hat diese sechsstellige Gebühr öffentliche Arbeitgeber, Forschungseinrichtungen, Start-ups und viele kleine Unternehmen faktisch vom H-1B-Markt ausgeschlossen. Experten für Einwanderungsrecht sehen in dem Urteil eine Wiedereröffnung einer wichtigen Talentquelle – gerade angesichts akuter Fachkräftemängel im Gesundheitswesen, Bildungsbereich und in der Hightech-Fertigung. Unternehmen, die bisher aus Kostengründen nicht eingereicht haben, können dies nun nachholen und möglicherweise bereits gezahlte Gebühren zurückfordern, auch wenn die genaue Vorgehensweise noch unklar ist.

Bundesrichter kippt Trump-Ära Zusatzgebühr von 100.000 Dollar für H-1B-Anträge


Wie es weitergeht: Die Regierung wird voraussichtlich Berufung einlegen und könnte beim First Circuit oder sogar beim Obersten Gerichtshof eine Aussetzung der Entscheidung beantragen. Arbeitgeber müssen daher abwägen, ob sie jetzt die Chance nutzen oder das Risiko eingehen, dass die Gebühr wieder eingeführt wird. Einwanderungsanwälte raten, Zahlungsbelege sorgfältig aufzubewahren, falls Rückerstattungen möglich werden, und vorsichtig für eine mögliche Wiedereinführung zu budgetieren.

Praktische Tipps: 1) H-1B-Änderungen oder neue Anträge schnell einreichen, solange die Entscheidung gilt; 2) Für die Planung der FY 2027 Cap-Saison beide Szenarien durchspielen – mit und ohne Gebühr; 3) Auf Anweisungen von DHS oder USCIS achten, ob bereits eingereichte, aber noch nicht eingelöste Schecks zurückgehalten werden sollen. Personalabteilungen sollten eng mit der Finanzabteilung zusammenarbeiten, um mögliche Rückerstattungsansprüche zu verfolgen.

Das große Ganze: Der Fall zeigt, wie streng Gerichte gebührenbasierte Einwanderungsabschreckungen prüfen. Rechtsexperten erwarten weitere Rechtsstreitigkeiten über andere Trump-Ära-Zuschläge – darunter hohe L-1 Blanket Fees und die umstrittene Immigrant Visa Security Surcharge von 19 US-Dollar – und empfehlen, entsprechende Rechtsstrategien in die Mobilitätsbudgets einzubeziehen.
Quelle: HR Executive

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