
Ein Charterflug mit abgeschobenen und repatriierten Brasilianern aus den USA landete am Abend des 18. Juni in Belo Horizonte/Confins, wo eine interministerielle Taskforce medizinische, psychologische und Weiterreisemöglichkeiten bereitstellte. Die Aktion ist Teil von „Aqui é Brasil“, einem Programm des Ministeriums für Menschenrechte und Staatsbürgerschaft, das seit Januar über 1.200 erzwungene Rückführungen organisiert hat. Der jüngste Flug brachte Familien mit kleinen Kindern, ältere Passagiere und einige mit akuten Gesundheitsproblemen. Nach der Ankunft wurde die Gruppe registriert, erhielt bei Bedarf vorläufige Dokumente und wurde für bis zu 72 Stunden in einem Hotel nahe des Flughafens betreut. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) und lokale NGOs waren vor Ort, um Anzeichen von Menschenhandel zu prüfen und Weiterfahrkarten per Bus oder Flug zu organisieren. Programmkoordinatoren berichteten gegenüber Journalisten, dass die Zahlen nach den jüngsten US-Grenzkontrollen stark angestiegen seien. Sie betonten die Bedeutung einer schnellen interbehördlichen Koordination zwischen den Ministerien für Auswärtiges, Justiz, Soziale Entwicklung und Gesundheit sowie den Landesbehörden. Für Arbeitgeber wirft der Zustrom Fragen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt auf; mehrere staatliche Arbeitsämter bieten beschleunigte Jobvermittlungen für Rückkehrer mit im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen an. Unternehmen, die zuvor J-1- oder H-2B-Arbeitnehmer gesponsert haben, werden ermutigt, Rückführungsrisiken zu beobachten und betroffenen ehemaligen Mitarbeitern rechtliche Unterstützung anzubieten.
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