
Obwohl der G7-Gipfel in Évian-les-Bains offiziell am späten 17. Juni endete, müssen Reisende zwischen Frankreich und der Schweiz weiterhin mit Sicherheitsmaßnahmen rechnen, die bis Donnerstag, den 18. Juni 2026, um 23:59 Uhr MESZ gelten. Laut offiziellen FAQs des örtlichen Tourismusbüros und Updates des Kantons Genf sind nur noch sieben von 35 Straßen- und Bahnübergängen geöffnet – Anières, Moillesulaz, Thônex-Vallard, Bardonnex, Perly, Meyrin und Ferney-Voltaire – mit verstärkten Personenkontrollen auf beiden Seiten. Der Flughafen Genf (GVA) wickelt weiterhin VIP-Abflüge im Rahmen einer Operation der Schweizer Bundespolizei ab, während der reguläre Flugverkehr normal läuft. Die Luftfahrtraum-Verordnung SUP AIP 110/26 richtet bis 03:00 Uhr am 19. Juni eine temporäre Sperrzone (ZRT) über dem Genfersee und dem Autobahnkorridor A1 ein. Slots für Geschäftsflugzeuge sind begrenzt, und die Luftfahrtbehörde warnt Betreiber, dass kurzfristige Flugplanänderungen abgelehnt werden. Auf französischer Seite empfiehlt die Präfektur Haute-Savoie, nicht notwendigen Straßenverkehr zu vermeiden und die blaue Ausschlusszone rund um Évian zu umfahren. Die beliebten CGN-Fährverbindungen auf der Linie Évian–Lausanne werden nach Thonon-les-Bains und Lugrin umgeleitet, wo temporäre Park-and-Ride-Anlagen eingerichtet wurden. Die grenzüberschreitenden Pendlerzüge des Léman Express der SNCF verkehren zwar, können aber Passkontrollen an Bord unterliegen. Für Unternehmen mit grenzüberschreitendem Personal in den Technologie- und Pharmaclustern Genfs empfehlen die Personalabteilungen für den 18. Juni Homeoffice und erinnern die Mitarbeitenden daran, Reisepässe oder Personalausweise mitzuführen, auch wenn sie normalerweise auf die Freizügigkeit im Schengen-Raum vertrauen. Spediteure, die zeitkritische Waren zwischen Lyon und Basel transportieren, melden Verzögerungen von 30 bis 45 Minuten am Grenzübergang Bardonnex. Die französisch-schweizerische Handelskammer kündigt an, nächste Woche eine Umfrage unter ihren Mitgliedern zur wirtschaftlichen Auswirkung der acht Tage andauernden Maßnahme durchzuführen – der größten Wiedereinführung von Grenzkontrollen in der Region seit der COP-21 2015. Alle Beschränkungen – Grenzkontrollen, Sperrungen auf dem See und die Luftsperrzone – sollen über Nacht aufgehoben werden. Die Präfektur warnt jedoch, dass lokale Verkehrssperren (Betonblöcke, Rammschutzbarrieren) möglicherweise erst am 20. Juni vollständig entfernt sind, sodass GPS-basierte Fahrzeitprognosen noch bis zu 48 Stunden ungenau bleiben können.
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