
Die drei großen Flughäfen von Paris – Charles-de-Gaulle, Orly und Le Bourget – erlebten am Donnerstag, den 18. Juni, einen turbulenten Tag, als Bodenpersonal, Sicherheitskräfte und Einzelhandelsmitarbeiter zu einem koordinierten 24-Stunden-Streik aufriefen. Anlass ist eine von den Gewerkschaften als „Null-Toleranz“-Politik bei Sicherheitsausweisen kritisierte Regelung. Die neue Richtlinie, die Ende 2025 von der Präfektur der Polizei eingeführt wurde, verweigert oder entzieht automatisch den Zugangsausweis für den gesicherten Bereich, wenn ein Mitarbeiter in der französischen Polizeidatenbank (TAJ) jemals wegen Drogenkonsums vermerkt wurde – unabhängig vom Alter oder der Schwere des Vergehens. Ohne Ausweis ist der Zugang zu gesicherten Zonen verboten, was faktisch den Jobverlust bedeutet.
Die Gewerkschaftskoalition (CGT-ADP, CFDT, UNSA und Sud-Aérien) versammelte mehrere hundert Beschäftigte ab 10 Uhr vor den Büros der Präfektur im Terminal 1 des Flughafens CDG und trug Plakate mit der Aufschrift „Mein Ausweis, mein Job“. Der Flughafenbetreiber Groupe ADP meldete begrenzte, aber spürbare Beeinträchtigungen: Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen lagen in der morgendlichen Spitzenzeit bei 45 bis 50 Minuten statt der üblichen 20 Minuten, einige Duty-Free-Shops blieben geschlossen, und sechs Abflüge verzögerten sich um mehr als eine Stunde, bis Ersatzteams für das Vorfeld gefunden waren. Flugausfälle gab es keine, doch die Airlines Air France und easyJet rieten Passagieren, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Die Gewerkschaften kritisieren, dass die pauschale Regelung gegen das EU-Verhältnismäßigkeitsprinzip gemäß der Verordnung 2015/1998 zur Luftsicherheit verstößt und geringfügige Vergehen ohne Bezug zum Risiko im gesicherten Bereich bestraft. Sie fordern die Einrichtung eines gemeinsamen Prüfungsgremiums mit Arbeitnehmervertretern, das Einzelfälle individuell bewertet, sowie die Ausgabe temporärer Ausweise während laufender Berufungsverfahren. Zudem verlangen sie, dass die Präfektur anonymisierte Statistiken veröffentlicht, damit die Sozialpartner die Ablehnungsquoten überwachen können.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der Konflikt ein Warnsignal. CDG wickelt ein Drittel des Geschäftsreiseverkehrs in Frankreich ab und ist ein wichtiger Knotenpunkt für innerbetriebliche Versetzungen im Rahmen der EU-ICT-Genehmigung und des französischen „Passeport Talent“. Anhaltende Personalengpässe bei Sicherheit und Bodenabfertigung könnten Mindestumsteigezeiten verlängern, Flugpläne durcheinanderbringen und Reisekosten erhöhen – gerade jetzt, wo Unternehmen ihre Sommerentsendungen hochfahren. Sollten keine Kompromisse erzielt werden, drohen die Gewerkschaften mit weiteren Streiks Anfang Juli – mitten in der Hauptreisezeit – was weitreichende Auswirkungen auf multinationale Unternehmen haben könnte, die ihre Mitarbeiter über Paris leiten.
Die Gewerkschaftskoalition (CGT-ADP, CFDT, UNSA und Sud-Aérien) versammelte mehrere hundert Beschäftigte ab 10 Uhr vor den Büros der Präfektur im Terminal 1 des Flughafens CDG und trug Plakate mit der Aufschrift „Mein Ausweis, mein Job“. Der Flughafenbetreiber Groupe ADP meldete begrenzte, aber spürbare Beeinträchtigungen: Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen lagen in der morgendlichen Spitzenzeit bei 45 bis 50 Minuten statt der üblichen 20 Minuten, einige Duty-Free-Shops blieben geschlossen, und sechs Abflüge verzögerten sich um mehr als eine Stunde, bis Ersatzteams für das Vorfeld gefunden waren. Flugausfälle gab es keine, doch die Airlines Air France und easyJet rieten Passagieren, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Die Gewerkschaften kritisieren, dass die pauschale Regelung gegen das EU-Verhältnismäßigkeitsprinzip gemäß der Verordnung 2015/1998 zur Luftsicherheit verstößt und geringfügige Vergehen ohne Bezug zum Risiko im gesicherten Bereich bestraft. Sie fordern die Einrichtung eines gemeinsamen Prüfungsgremiums mit Arbeitnehmervertretern, das Einzelfälle individuell bewertet, sowie die Ausgabe temporärer Ausweise während laufender Berufungsverfahren. Zudem verlangen sie, dass die Präfektur anonymisierte Statistiken veröffentlicht, damit die Sozialpartner die Ablehnungsquoten überwachen können.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der Konflikt ein Warnsignal. CDG wickelt ein Drittel des Geschäftsreiseverkehrs in Frankreich ab und ist ein wichtiger Knotenpunkt für innerbetriebliche Versetzungen im Rahmen der EU-ICT-Genehmigung und des französischen „Passeport Talent“. Anhaltende Personalengpässe bei Sicherheit und Bodenabfertigung könnten Mindestumsteigezeiten verlängern, Flugpläne durcheinanderbringen und Reisekosten erhöhen – gerade jetzt, wo Unternehmen ihre Sommerentsendungen hochfahren. Sollten keine Kompromisse erzielt werden, drohen die Gewerkschaften mit weiteren Streiks Anfang Juli – mitten in der Hauptreisezeit – was weitreichende Auswirkungen auf multinationale Unternehmen haben könnte, die ihre Mitarbeiter über Paris leiten.
Quelle: InfoTourisme / La Vie Ouvrière
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