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EU-Führer treffen sich am 18. und 19. Juni in Brüssel – Migration und Rückführungen stehen ganz oben auf der Agenda

Juni 19, 2026
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EU-Führer treffen sich am 18. und 19. Juni in Brüssel – Migration und Rückführungen stehen ganz oben auf der Agenda
Als Präsident Macron sich am 18. und 19. Juni 2026 mit anderen Staats- und Regierungschefs zum Europäischen Rat traf, stand das Thema Migrationsmanagement – und die Rolle Frankreichs bei der neu verabschiedeten EU-Rückführungsverordnung – ganz oben auf der Agenda. Ein am 18. Juni vom Europäischen Parlament veröffentlichtes Pressepaket hebt hervor, dass die Abgeordneten am Vortag die Verordnung gebilligt hatten, die einheitliche Verfahren für die Rückführung von Drittstaatsangehörigen ohne Aufenthaltsrecht festlegt. Frankreich, das seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen mit Überziehungen zu kämpfen hat, unterstützt die Maßnahme als rechtliche Grundlage für schnelleren Informationsaustausch und gemeinsame Charterflüge. Innenminister Gérald Darmanin erklärte gegenüber Journalisten, der Rahmen „fügt sich nahtlos“ in die Pass-Rückbehaltregelungen des Dekrets 2026-454 ein und verspricht weniger Verwaltungsüberschneidungen zwischen Paris und Brüssel. Für Arbeitgeber ist die unmittelbare Auswirkung indirekt: Ein vereinfachtes EU-Rückführungssystem soll die Kapazitäten der Präfekturen entlasten, die derzeit durch komplexe Abschiebefälle gebunden sind, und so die Bearbeitungszeiten für Arbeitserlaubnisse und Aufenthaltsverlängerungen verbessern. Gleichzeitig könnte eine strengere Überwachung von Statusänderungen zu vermehrten Kontrollen bei Unternehmen führen, die versehentlich Mitarbeiter nach Ablauf der Genehmigung beschäftigen. Der Rat befasste sich zudem mit dem Wettbewerbs-Paket „Ein Europa, ein Markt“, wobei Frankreich sich für eine beschleunigte Anerkennung von Berufsqualifikationen einsetzte, um innergemeinschaftliche Entsendungen zu erleichtern – eine zentrale Forderung von in Paris ansässigen multinationalen Unternehmen, die Fachkräfte aus Osteuropa suchen. Die Schlussfolgerungen sollen am 19. Juni verabschiedet werden.
Quelle: European Parliament Press Service

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