
Österreich erreicht Wendepunkt bei Migrationszahlen: Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 2002 übersteigt die Zahl der Abschiebungen die der neuen Asylanträge. Innenminister Gerhard Karner verkündete diesen Meilenstein am 19. Juni 2026 bei einer Pressekonferenz und berief sich dabei auf aktuelle Daten, die nach Inkrafttreten der neuen EU-Rückführungsverordnung am 12. Juni erhoben wurden. Laut Kronen Zeitung werden derzeit durchschnittlich 40 Personen täglich aus Österreich abgeschoben – darunter zehn verurteilte Straftäter – während die täglichen Asylanmeldungen auf 35 gesunken sind. Karner bezeichnete diese Entwicklung als „Beweis, dass konsequente Rückführungen wirken“ und lobte Charterflüge im Rahmen des EU-finanzierten Programms „Joint Return Operations“. Kürzliche Flüge brachten unter anderem sechs nigerianische Staatsangehörige, die wegen Gewaltdelikten verurteilt wurden, zurück nach Lagos.
Hinter dem Umschwung stehen mehrere politische Maßnahmen: Erstens hat Österreich die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien bis Mitte September verlängert, um sekundäre Wanderungsbewegungen entlang der Balkanroute zu unterbinden. Zweitens erhielt die Bundesagentur BBU erweiterte Befugnisse, um Fahnenflüchtige nach dem geänderten Fremdenpolizeigesetz bis zu 28 Tage in Haft zu nehmen. Drittens beschleunigt das Wiener Oberlandesgericht die gerichtliche Überprüfung negativer Asylbescheide und verkürzt die durchschnittliche Verfahrensdauer von 14 auf 9 Monate.
Für Arbeitgeber unterstreichen die Zahlen die Bedeutung eines rechtmäßigen Aufenthaltsstatus für Drittstaatsangehörige. Die Behörden haben die Kontrollen am Arbeitsplatz – insbesondere in Bau- und Logistikbranchen – verschärft, um Überziehungen und Visafälschungen aufzudecken. Unternehmen, die Rot-Weiß-Rot- oder EU-Blaue Karten sponsern, sollten digitale Kopien von Arbeitsverträgen und Gehaltsabrechnungen griffbereit halten; eine mangelnde Kooperation kann nun mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass die Zahlen wachsende Engpässe bei legalen Migrationswegen verschleiern. Das Österreichische Rote Kreuz berichtet, dass die Nachfrage nach humanitärer Aufnahme von Ukrainern und Afghanen weiterhin die verfügbaren Kontingente übersteigt, und fordert die Regierung auf, die Arbeitsmigration auszubauen, um irreguläre Einreisen zu verhindern.
Hinter dem Umschwung stehen mehrere politische Maßnahmen: Erstens hat Österreich die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien bis Mitte September verlängert, um sekundäre Wanderungsbewegungen entlang der Balkanroute zu unterbinden. Zweitens erhielt die Bundesagentur BBU erweiterte Befugnisse, um Fahnenflüchtige nach dem geänderten Fremdenpolizeigesetz bis zu 28 Tage in Haft zu nehmen. Drittens beschleunigt das Wiener Oberlandesgericht die gerichtliche Überprüfung negativer Asylbescheide und verkürzt die durchschnittliche Verfahrensdauer von 14 auf 9 Monate.
Für Arbeitgeber unterstreichen die Zahlen die Bedeutung eines rechtmäßigen Aufenthaltsstatus für Drittstaatsangehörige. Die Behörden haben die Kontrollen am Arbeitsplatz – insbesondere in Bau- und Logistikbranchen – verschärft, um Überziehungen und Visafälschungen aufzudecken. Unternehmen, die Rot-Weiß-Rot- oder EU-Blaue Karten sponsern, sollten digitale Kopien von Arbeitsverträgen und Gehaltsabrechnungen griffbereit halten; eine mangelnde Kooperation kann nun mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass die Zahlen wachsende Engpässe bei legalen Migrationswegen verschleiern. Das Österreichische Rote Kreuz berichtet, dass die Nachfrage nach humanitärer Aufnahme von Ukrainern und Afghanen weiterhin die verfügbaren Kontingente übersteigt, und fordert die Regierung auf, die Arbeitsmigration auszubauen, um irreguläre Einreisen zu verhindern.
Quelle: Kronen Zeitung