
Die Gewerkschaften CGT und OSTA bestätigten am 19. Juni, dass das Empfangszentrum „Hotel París“ in Zaragoza Ende des Monats schließen wird, da das Ministerium für Inklusion die Finanzierung der 195 humanitären Unterkunftsplätze für 2026-27 zurückzieht. Das von der NGO APIP-ACAM betriebene Hotel beherbergt seit 2021 Asylsuchende und Migranten, die auf ihre Regularisierung warten. Das Ministerium begründet die Schließung mit sinkender Belegung und dem Bedarf an Ressourcen in anderen Provinzen, während die Mitarbeitervertretungen darauf hinweisen, dass die Entscheidung auf wiederholten arbeitsinspektoralen Feststellungen zu Arbeitszeitmissbrauch und Personalmangel beruht. Den Beschäftigten wird eine Versetzung in eine Einrichtung in Épila, 45 km entfernt, angeboten; Bewohner ohne Schutzstatus droht die Verlegung in das Großzentrum Las Caracolas in Madrid. Lokale Initiativen befürchten, dass der Umzug Integrationswege stört – Schulbesuch, Sprachkurse und Arzttermine finden alle in Zaragoza statt. Unternehmen, die Bewohner mit humanitärer Arbeitserlaubnis beschäftigen, müssen Pendelzeiten anpassen oder Homeoffice ermöglichen, bis neue Unterkünfte gefunden sind. Der Fall verdeutlicht die ungleiche regionale Verteilung bei der Reduzierung des spanischen Aufnahme-Systems angesichts rückläufiger Ankünfte. Mobilitätsberater sollten künftige Schließungen beobachten, da diese Beschäftigte plötzlich umziehen lassen und die Anmeldung bei der Gemeinde („empadronamiento“) beeinträchtigen können – eine Voraussetzung für Sozialleistungen und langfristigen Aufenthalt.
Quelle: eldiario.es
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