
Nach zehn Tagen strenger Kontrollen endete die vorübergehende Wiedereinführung der Schengen-Grenzkontrollen zwischen der Schweiz und Frankreich planmäßig um 23:59 Uhr am 19. Juni 2026. Die vom Schweizer Bundesrat genehmigten Maßnahmen dienten der Sicherheit des G7-Gipfels vom 15. bis 17. Juni in Évian-les-Bains. Der grenzüberschreitende Verkehr wurde auf nur sieben zugelassene Übergänge rund um Genf beschränkt, und bei allen Reisenden wurden Ausweiskontrollen durchgeführt. Der Flughafen Genf arbeitete ab dem 13. Juni mit angepassten Abläufen und empfahl Passagieren, früher anzureisen und auch bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums einen Reisepass mitzuführen. Laut dem G7-Informationsportal des Flughafens Genf kehren die Abläufe ab dem 20. Juni wieder zum Normalbetrieb zurück, wobei die geschlossenen Grenzübergänge über Nacht schrittweise wieder geöffnet werden. Die französischen Behörden, die seit 2015 eigene interne Grenzkontrollen aufrechterhalten, behielten ihre Spiegelmaßnahmen bei, hoben jedoch die meisten Fahrspur-Sperrungen auf der A1 und den Nebenstraßen auf. Am letzten Tag kam es dank gestaffelter Abfahrtszeiten der Delegationen und Fahrverboten für Gefahrgut zu keinen größeren Verzögerungen. Für französische und multinationale Unternehmen, die auf tägliche Grenzgänger in der Region Grand Genève angewiesen sind, bedeutet das Ende des Sicherheitsfensters eine Rückkehr zu den gewohnten Pendelzeiten, auch wenn bis zum Auslaufen des französischen innerstaatlichen Grenzkontrollregimes im Oktober 2026 weiterhin stichprobenartige Polizeikontrollen möglich sind. Logistikunternehmen sollten ihre Routenplanungen aktualisieren, um die zwischen dem 12. und 18. Juni vorgeschriebenen Umwege zu entfernen. Blickt man voraus, bewerten sowohl das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit als auch das französische Innenministerium die Operation als erfolgreichen Belastungstest für das Schengen-Ein- und Ausreisesystem, das während des Gipfelzeitraums mehr als 1,2 Millionen Grenzübertritte ohne größere Ausfälle registrierte.