
Der europäische Reiseverkehr steht vor neuen Turbulenzen, nachdem Gewerkschaftskonföderationen in Frankreich, Italien und Spanien koordinierte Arbeitsniederlegungen von Fluglotsen und Bodenpersonal ab Mitte Juli angekündigt haben. Die russische Nachrichtenagentur AK&M berichtete am 20. Juni 2026, dass die französischen Gewerkschaften vom 12. Juli an für 48 Stunden streiken werden; italienisches und spanisches Flughafenpersonal plant gestaffelte Streiks am 10., 11. und 26. Juli. Obwohl die Ausstände Österreich nicht direkt betreffen, rechnet der Flughafen Wien (VIE) mit Folgeverspätungen, da mehr als ein Drittel der Sommerabflüge durch französischen oder spanischen Luftraum führen. Austrian Airlines warnte Firmenkunden, für Anschlussflüge in der betroffenen Zeit „mindestens 60 Minuten Puffer“ einzuplanen. Billigfluggesellschaften, die Linz, Salzburg und Graz anfliegen, könnten Abendrotationen zeitlich anpassen, um Ausgangssperren zu umgehen. Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem österreichische Exporteure ihre Reisen zu Nach-Pandemie-Messen verstärken. Mobilitätsteams sollten Reisenden raten, enge Termine am selben Tag zu vermeiden, möglichst durchgechecktes Gepäck zu nutzen und EU-Digital-Identität oder ID-Austria für Umsteigeverbindungen per Bahn griffbereit zu haben. Nach EU-Verordnung 261 haften Arbeitgeber weiterhin für Unterkunftskosten, wenn Mitarbeiter gestrandet sind, daher sollten Unternehmen ihre Versicherungen jetzt überprüfen. Reiseverantwortliche werden zudem aufgefordert, die Nachrichten zum Flugverkehrsmanagement im Network Manager Operations Portal zu verfolgen, um Echtzeit-Umleitungen über Deutschland oder die Schweiz zu erkennen.
Quelle: AK&M Newswire
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