
Spanische Strafverfolgungsbehörden erzielten an diesem Wochenende einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen Netzwerke der irregulären Migration: Neun mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen, die Überfahrten von Algerien nach Andalusien und Murcia organisierten. Die gemeinsame Operation der Guardia Civil und der Nationalpolizei, die am 22. Juni bekannt gegeben wurde und von Europol-Analysten unterstützt wurde, richtete sich gegen alle Ebenen der kriminellen Struktur – von den Rekrutierern in Oran über die Fahrer der Schnellboote bis hin zu den Betreibern von Verstecken an der spanischen Küste. Ermittler berichten, dass die Bande bis zu 6.000 Euro pro Person für die gefährliche 200 Kilometer lange Überfahrt im überladenen Schlauchboot verlangte. Die Zahlungen wurden über Kryptowährungs-Wallets und ein Netz von Briefkastenfirmen in Spanien und Frankreich gewaschen. Bei koordinierten Razzien in Almería, Cartagena und Valencia beschlagnahmten die Beamten GPS-Geräte, gefälschte algerische Pässe und 180.000 Euro Bargeld. Der Schlag gegen die Schleuser kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die westliche Mittelmeerroute einen Anstieg der Ankünfte um 12 % im Jahresvergleich verzeichnet, was das spanische Aufnahmesystem und den Solidaritätsmechanismus der EU unter Druck setzt. Innenminister Fernando Grande-Marlaska dankte Europol für die „unverzichtbaren Echtzeitinformationen“ und bekräftigte die Forderung nach stärkeren Rückführungsabkommen mit nordafrikanischen Staaten. Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Spanien entsenden, unterstreicht die Nachricht, dass die Kontrollen gegen irreguläre Einreisen verschärft werden, während die regulären Arbeitsmigrationswege ausgebaut werden. Manager für globale Mobilität sollten entsandte Mitarbeiter – insbesondere aus visumfreien Ländern – darauf hinweisen, stets die erforderlichen Einreisedokumente mitzuführen, da ad-hoc-Kontrollen an der Küste während der sommerlichen Reisehochsaison voraussichtlich zunehmen werden.
Quelle: Moncloa.com