
Ein datenbasiertes Feature, veröffentlicht von Minnesota Public Radio am 22. Juni, zeigt, dass die Bewohner von Minneapolis während der bundesweiten „Operation Metro Surge“ im März Rekordspenden für Mietunterstützungs- und Immigrantenhilfsfonds geleistet haben – gleichzeitig sind die Räumungsklagen seit Mai jedoch um 18 Prozent gestiegen. Wohltätigkeitsorganisationen wie UnidosMN und der Northside Renters Defense Fund berichten, dass viele Immigrant*innen ihre Ersparnisse aufgebraucht haben, um während der 2.000-Agenten-Operation der Einwanderungsbehörde ICE nicht entdeckt zu werden. Dadurch sind sie nach dem Abklingen der unmittelbaren Bedrohung besonders gefährdet, ihre Wohnung zu verlieren. Für Mobility-Manager, die Talente in die Twin Cities entsenden, offenbaren die Ergebnisse eine weniger sichtbare Nachwirkung der medienwirksamen Durchsetzungsaktionen: ein angespannter Mietmarkt und eine verstärkte Kontrolle von Mieter*innen ohne US-Staatsbürgerschaft durch Vermieter. Umzugsdienstleister berichten, dass einige Eigentümer inzwischen zusätzliche Kautionen oder Nachweise über den Aufenthaltsstatus verlangen – Praktiken, die gegen das Minnesota Human Rights Act verstoßen könnten, aber in der Praxis schwer zu kontrollieren sind. Der Artikel weist zudem darauf hin, dass die Rückkehr von ICE zu routinemäßigen Kontrollen die Ängste in der Gemeinschaft nicht beseitigt hat: Hotline-Daten zeigen einen Anstieg der Anrufe von ausländischen Arbeitnehmer*innen um 40 Prozent, die sich erkundigen, ob routinemäßige Verkehrskontrollen zu Einwanderungsüberprüfungen führen könnten. Diese Befürchtungen haben bereits dazu geführt, dass zwei Fortune-500-Unternehmen Zuschüsse für private Transportmittel statt für öffentliche Verkehrsmittel für nicht ansässige Mitarbeitende genehmigt haben. Expert*innen empfehlen Arbeitgebern, Ressourcen zur Wohnsicherheit in Einführungsveranstaltungen zu integrieren und den Kontakt zu vertrauenswürdigen Vermietern zu fördern, die die verschiedenen Visakategorien verstehen. Außerdem raten sie zu Kooperationen mit lokalen Rechtsberatungsstellen, damit Mitarbeitende ihre Rechte bei möglichen Kontrollen kennen. Obwohl die Geschichte lokal verankert ist, verdeutlicht sie einen landesweiten Trend: Einwanderungsschübe können langfristig sekundäre sozioökonomische Belastungen erzeugen – Belastungen, die sich direkt auf das Wohlbefinden der Belegschaft, die Kosten von Entsendungen und die Mitarbeiterbindung auswirken.
Quelle: MPR News
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