
Hongkong führt am 25. Juni am Kontrollpunkt der Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke den ersten „nahtlosen“ oder „durchgehenden“ automatisierten Einreisekanal ein. Ein ausführlicher Bericht von Headline Daily vom 23. Juni bestätigt, dass berechtigte permanente Einwohner Hongkongs ab 11 Jahren, die die Brücke in den letzten 90 Tagen mindestens zehnmal genutzt haben, sich vorab für den Service registrieren können. Nach der Anmeldung gehen Reisende einfach durch eine spezielle Spur, ohne anzuhalten, um Reisepass oder Hongkonger Personalausweis vorzuzeigen; Kameras überprüfen in etwa fünf Sekunden die Gesichtszüge und den Gang, und das Ausgangstor öffnet sich automatisch. Der „No-Stop e-Channel“ ist Teil des umfassenderen „Smart Customs, Smart Border“-Konzepts des Einwanderungsamts, das in der Politikrede 2025 vorgestellt wurde. Die Behörden erhoffen sich dadurch eine Entlastung der Stoßzeiten an der Brücke, die im vergangenen Jahr fast neun Millionen Passagierbewegungen verzeichnete. Die Pilotphase wird zunächst 50.000 Vielnutzer aufnehmen; bei erfolgreichem Praxistest soll die Kapazität auf weitere Landkontrollpunkte ausgeweitet werden. Reisende, die die herkömmliche Abfertigung bevorzugen, können weiterhin die bestehenden e-Channels oder manuell besetzten Schalter nutzen. Für Firmen mit grenzüberschreitenden Mitarbeitern könnte die Neuerung die Pendelzeiten zwischen Guangdong und Hongkong verkürzen, was Pünktlichkeit verbessert und Transportkosten senkt. Logistikunternehmen erwarten reibungslosere Fahrerwechsel für Just-in-Time-Lieferungen, während arbeitsintensive Branchen wie die Hotellerie eine einfachere Planung von Schichtarbeitern aus Macao für Kurzaufenthalte in Hongkong sehen. Die Behörden betonen, dass die Anmeldung freiwillig ist und biometrische Daten verschlüsselt in einer isolierten Regierungs-Cloud gespeichert werden. Unternehmen mit häufigen Grenzpendlern sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, um Zeit für die einmalige Registrierung in der Abflughalle der Brücke einzuplanen und Mitarbeiter über Datenschutz-Einwilligungen zu informieren. Arbeitgeber wird zudem geraten, Notfallpläne zu erstellen, da schlechtes Wetter oder Systemausfälle vorübergehend zur Rückkehr zu herkömmlichen Kontrollstellen führen können. Einwanderungsexperten sehen den Start als wichtigen Schritt hin zu einem „Single-Token“-System für die Greater Bay Area, bei dem ein einziger Gesichtsscan sowohl Hongkonger als auch Festlandkontrollen ermöglicht. Dieses Konzept ist politisch noch sensibel, doch die Einführung am 25. Juni wird einen praktischen Beweis für reibungslose regionale Mobilität liefern.
Quelle: Headline Daily