
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) lädt heute, am 25. Juni 2026, zu einer Pressekonferenz im Medienzentrum des Bundeshauses ein, um einen lang erwarteten Bericht vorzustellen, der analysiert, wie das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) mit der Europäischen Union den Schweizer Arbeitsmarkt und die Sozialversicherungssysteme beeinflusst. Eine embargo-behaftete Version der Studie steht akkreditierten Medien seit gestern Nachmittag zur Verfügung. Der 400-seitige Bericht, der gemeinsam von SECO-Ökonomen, der Arbeitgebervereinigung economiesuisse und dem Gewerkschaftsdachverband SGB erstellt wurde, quantifiziert sowohl die Vorteile als auch die Kosten des FZA seit Inkrafttreten im Jahr 2002. Erste Einblicke, die The Mobility Brief vorliegen, deuten auf einen jährlichen Netto-BIP-Gewinn von 1 Prozent hin, eine demografische Verjüngung, die das Rentensystem stabilisiert hat, beleuchten aber auch lokale Problembereiche wie steigende Mieten in Zürich und Lohnstagnation in bestimmten geringqualifizierten Berufen. Die Ergebnisse sind politisch brisant, da sie nur zehn Tage nach der Ablehnung einer Volksinitiative zur Begrenzung der Nettozuwanderung durch die Schweizer Stimmberechtigten veröffentlicht werden. Rechtsgerichtete Parteien werfen dem Bericht vor, die Sozialausgaben zu unterschätzen, während die Mitteparteien betonen, dass die wirtschaftlichen Vorteile die Kosten überwiegen. Der Zeitpunkt könnte die parlamentarischen Debatten über geplante „Sicherheits-“ und „Infrastruktur“-Steuern für Ausländer in der Sommersession beeinflussen. Für Arbeitgeber, insbesondere multinationale Unternehmen, die EU-Mitarbeitende in Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentren beschäftigen, liefert die Studie wichtige Argumente zur Verteidigung des bestehenden Regimes. Personalverantwortliche, die die Mobilitätsbudgets für 2027 planen, werden die Ausführungen von SECO-Direktorin Helene Budliger Artieda genau verfolgen: Jegliche Andeutung, dass der Bundesrat quantitative Beschränkungen erwägt, könnte die Personalplanung verunsichern. Eine Bestätigung, dass das FZA wirtschaftlich weiterhin vorteilhaft ist, würde hingegen für Stabilität bei Entsendungen sorgen. Journalisten müssen das Embargo bis 10:00 Uhr MEZ einhalten. Am Podium der Pressekonferenz nehmen SECO, der Schweizerische Arbeitgeberverband und der Schweizerische Gewerkschaftsbund teil, um sowohl Unternehmens- als auch Arbeitnehmerperspektiven zu gewährleisten. Ein Livestream mit simultaner Übersetzung in Deutsch, Französisch und Italienisch wird auf dem Portal gov.ch verfügbar sein, sodass auch Compliance-Teams im Ausland Zugang zu den Inhalten haben.
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