
Die langanhaltende Debatte in der Schweiz darüber, wie viel Migranten zu den öffentlichen Finanzen und zur Sicherheit beitragen sollten, erreichte am 25. Juni 2026 einen neuen Höhepunkt, als die Zeitung The Local die vier migrationsbezogenen Vorschläge vorstellte, die die sommerliche Parlamentsagenda dominieren. Im Zentrum der Diskussion steht eine „Sicherheitssteuer“, die der Nationalrat bereits im Frühjahr verabschiedet hat. Analog zur Wehrpflichtersatzabgabe, die Schweizer Männer zahlen, wenn sie nicht Militärdienst leisten, soll diese Abgabe von ausländischen Einwohnern 3 Prozent ihres steuerbaren Einkommens (mindestens 400 CHF) zur Finanzierung von Polizei- und Zivilschutzkosten erheben. Befürworter argumentieren, dass Neuankömmlinge die zusätzlichen Kosten, die ihre Anwesenheit verursacht, mittragen sollten. Rechtsexperten des Staatssekretariats für Migration warnen jedoch, dass die Erhebung der Gebühr bei EU- und EFTA-Bürgern gegen das Freizügigkeitsabkommen verstoßen würde.
Eine zweite, noch umstrittenere Idee – die sogenannte „Einwanderungssteuer“ oder „Eintrittsgebühr“ – sieht vor, dass jeder, der in die Schweiz zieht, elf Jahre lang 3 Prozent seines Einkommens zahlt, was jährlich bis zu einer Milliarde CHF einbringen könnte. Ursprünglich 2023 von der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) vorgeschlagen, wurde das Konzept 2025 vom liberal-radikalen Nationalrat Simon Michel wieder aufgegriffen. Ein Machbarkeitsbericht der Regierung blieb ergebnisoffen; Wirtschaftsverbände befürchten nun, dass der Plan hochqualifizierte Fachkräfte abschrecken könnte, die multinationale Unternehmen dringend benötigen.
Die Parlamentarier streben zudem strengere Zulassungsbedingungen an. Beide Kammern unterstützten eine Motion, die es der Schweiz erlauben würde, EU-Bürgern mit Vorstrafen den Aufenthalt zu verweigern oder zu entziehen – ein außergewöhnlicher Schritt, da das aktuelle bilaterale Abkommen Bern verpflichtet, EU-Bürger aufzunehmen, sofern keine „ernsthafte und gegenwärtige“ Gefahr besteht. Befürworter verweisen auf Fälle von ausländischen Organisierten Kriminellen, die sich in Tessin und Genf niedergelassen haben; Kritiker warnen, dass eine pauschale Regelung gegen EU-Recht verstoßen und Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen könnte.
Schließlich sammelt eine Volksinitiative namens „Demokratie-Initiative“ Unterschriften, um die Aufenthaltsdauer für die Einbürgerung von zehn auf fünf Jahre zu verkürzen und die Entscheidungsbefugnis von den Gemeinden auf den Bund zu verlagern. Der Bundesrat und eine Mehrheit in beiden Kammern raten den Stimmberechtigten, die Initiative abzulehnen, da die Kantone dadurch eine wichtige Integrationsmöglichkeit verlieren würden.
Unternehmen mit internationalem Mitarbeiteraustausch beobachten die Entwicklungen genau: Ein liberaleres Einbürgerungsregime könnte die Schweiz für langfristige globale Einsätze noch attraktiver machen, während die vorgeschlagenen Steuern und Aufenthaltsbeschränkungen die Kosten und Komplexität von Versetzungsprogrammen erhöhen könnten.
Eine zweite, noch umstrittenere Idee – die sogenannte „Einwanderungssteuer“ oder „Eintrittsgebühr“ – sieht vor, dass jeder, der in die Schweiz zieht, elf Jahre lang 3 Prozent seines Einkommens zahlt, was jährlich bis zu einer Milliarde CHF einbringen könnte. Ursprünglich 2023 von der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) vorgeschlagen, wurde das Konzept 2025 vom liberal-radikalen Nationalrat Simon Michel wieder aufgegriffen. Ein Machbarkeitsbericht der Regierung blieb ergebnisoffen; Wirtschaftsverbände befürchten nun, dass der Plan hochqualifizierte Fachkräfte abschrecken könnte, die multinationale Unternehmen dringend benötigen.
Die Parlamentarier streben zudem strengere Zulassungsbedingungen an. Beide Kammern unterstützten eine Motion, die es der Schweiz erlauben würde, EU-Bürgern mit Vorstrafen den Aufenthalt zu verweigern oder zu entziehen – ein außergewöhnlicher Schritt, da das aktuelle bilaterale Abkommen Bern verpflichtet, EU-Bürger aufzunehmen, sofern keine „ernsthafte und gegenwärtige“ Gefahr besteht. Befürworter verweisen auf Fälle von ausländischen Organisierten Kriminellen, die sich in Tessin und Genf niedergelassen haben; Kritiker warnen, dass eine pauschale Regelung gegen EU-Recht verstoßen und Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen könnte.
Schließlich sammelt eine Volksinitiative namens „Demokratie-Initiative“ Unterschriften, um die Aufenthaltsdauer für die Einbürgerung von zehn auf fünf Jahre zu verkürzen und die Entscheidungsbefugnis von den Gemeinden auf den Bund zu verlagern. Der Bundesrat und eine Mehrheit in beiden Kammern raten den Stimmberechtigten, die Initiative abzulehnen, da die Kantone dadurch eine wichtige Integrationsmöglichkeit verlieren würden.
Unternehmen mit internationalem Mitarbeiteraustausch beobachten die Entwicklungen genau: Ein liberaleres Einbürgerungsregime könnte die Schweiz für langfristige globale Einsätze noch attraktiver machen, während die vorgeschlagenen Steuern und Aufenthaltsbeschränkungen die Kosten und Komplexität von Versetzungsprogrammen erhöhen könnten.
Quelle: The Local Switzerland
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
Bundesrat plant Pressekonferenz am 25. Juni zum Bericht über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit
Schweizer Gesetzgeber fordern Einreiseverbot für EU-Bürger mit Vorstrafen