
Die erste Welle der deutschen Schulferien fällt an diesem Wochenende mit dem Großen Preis von Österreich in Spielberg zusammen, und Verkehrsexperten von ARBÖ und ÖAMTC prognostizieren Staus auf den A1- und A10-Korridoren rund um Salzburg. Bis zu 1,46 Millionen Schüler aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen beginnen am Freitag ihre Ferien, während gleichzeitig Zehntausende Motorsportfans zum Red Bull Ring strömen. Die Behörden erwarten von Freitagnachmittag bis spät in die Nacht zum Samstag Stop-and-go-Verkehr, wobei der Samstagmorgen als „kritisches Zeitfenster“ gilt. Baustellen zwischen Pass Lueg und Werfen könnten die Tauernautobahn in einen Parkplatz verwandeln. Autofahrer werden aufgefordert, Rettungsgassen zu bilden und ausreichend Wasser mitzunehmen, da Temperaturen von bis zu 38 °C erwartet werden. Die Veranstalter haben die Kapazität der Shuttle-Züge von Salzburg nach Knittelfeld erhöht, doch warnt der ARBÖ, dass hitzebedingte Verzögerungen im Bahnverkehr den Nutzen einschränken könnten. Unternehmen, die auf Just-in-Time-Lieferungen über die Tauernroute angewiesen sind, wird empfohlen, Sendungen über die Pyhrnautobahn (A9) umzuleiten oder den Versand bis Montag zu verschieben. Die Tourismusbehörde befürchtet, dass die Staus Kurzentschlossene von einem Besuch in der Stadt Salzburg am Wochenende abhalten könnten; Hotels wurden gebeten, flexible Check-in-Zeiten zu ermöglichen. Für Mobilitätsmanager in Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Deutschland und Österreich transportieren, lautet die Empfehlung, entweder am Samstag sehr früh zu starten oder erst nach 22:00 Uhr loszufahren, wenn der Verkehr normalerweise nachlässt. Der Sonntagabend könnte noch problematischer werden, da fast alle 100.000 Grand-Prix-Besucher innerhalb von zwei Stunden nach der Zielflagge das Gelände verlassen. Die Polizei wird dynamische Fahrstreifenänderungen auf der S36 einführen, um die Abreise zu beschleunigen, rät Reisenden jedoch, das Murtal bis nach Mitternacht zu meiden.
Quelle: Salzburg24