
Neue Regierungsstatistiken zeigen, dass weniger als die Hälfte der 17.000 Anträge auf temporäre Aufenthaltsvisa (TRV) und elektronische Reisegenehmigungen (eTA) im Zusammenhang mit der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen dem 14. November 2025 und dem 31. März 2026 genehmigt wurden. Die am 26. Juni veröffentlichten Daten verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen Kanada steht, wenn es darum geht, Sicherheitsprüfungen mit dem erwarteten Zustrom internationaler Fans zu den Spielen in Toronto und Vancouver in Einklang zu bringen. Die Genehmigungsquoten variieren stark je nach Herkunftsland: Ghana verzeichnete nur eine Erfolgsquote von 11 Prozent, während Kolumbien, Panama und Mexiko über 65 Prozent lagen. Quellen des IRCC führen die niedrige Gesamtgenehmigungsrate von 41 Prozent auf unvollständige Anträge, frühere Reiseverläufe und Zweifel an der Absicht der Antragsteller zurück, Kanada nach dem Turnier wieder zu verlassen. Tourismusunternehmen warnen, dass strenge Visapolitiken die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile von 1,2 Milliarden kanadischen Dollar an Besucherausgaben schmälern könnten. Hotels im Zentrum von Toronto berichten von langsamer als erwarteten Gruppenbuchungen, und Reisebüros befürchten, dass späte Genehmigungen Fans dazu bringen könnten, Spiele in den USA zu besuchen. Als Reaktion darauf hat das IRCC ein spezielles Bearbeitungsteam eingerichtet, um echte Fan-Anträge vor dem finalen Ticketverkauf im September zu beschleunigen. Beamte raten zudem Antragstellern aus visapflichtigen Ländern, Nachweise über Beschäftigung und starke Bindungen an das Heimatland beizufügen. Unternehmen, die Firmenveranstaltungen oder Incentive-Reisen zu kanadischen Austragungsorten organisieren, sollten längere Vorlaufzeiten einplanen und bei anhaltender Visoumgebung alternative Einreisemöglichkeiten über US-Städte in Betracht ziehen.
Quelle: AS USA