
Nach erfolgreichen Pilotprojekten in neun regionalen Passämtern hat Indien die flächendeckende Ausgabe von chip-integrierten e-Pässen bis September 2026 bestätigt. Der Übergang, der in einer Pressekonferenz des Außenministeriums am 25. Juni vorgestellt wurde, bringt Indien auf den Standard der ICAO, der von über 150 Ländern genutzt wird. Jede Passseite aus Polycarbonat enthält einen RFID-Chip, der das digitale Porträt und die biografischen Daten des Inhabers enthält, die von der indischen Zertifizierungsstelle digital signiert sind. An automatisierten Grenzkontrollstellen im Ausland wird der Chip kryptografisch ausgelesen, um die Echtheit zu bestätigen, wodurch die Kontrollzeit auf unter 10 Sekunden verkürzt wird. Die Einwanderungsbehörden in Singapur, Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben Indiens digitales Zertifikat bereits auf die Whitelist gesetzt, sodass viele indische Reisende noch in diesem Jahr eine „Direkt-zum-e-Gate“-Einreise erleben werden. Im Inland plant das Einwanderungsbüro, bis März 2027 124 Schalter in Delhi, Mumbai und Bengaluru mit Chiplesegeräten auszustatten. Für Arbeitgeber bedeutet dies vor allem eine erhöhte Sicherheit der Dokumente: Der Chip ist praktisch nicht manipulierbar, ohne den Pass unbrauchbar zu machen. Dies sollte Fälle von Seitenersatz, wie sie in bestimmten Risikogebieten vorkommen, deutlich reduzieren. Allerdings ist der verbesserte Pass etwas dicker und könnte aktualisierte Dokumentenscanner für die KYC-Registrierung bei Banken und Telekommunikationsanbietern erfordern. Das Außenministerium stellte klar, dass bestehende Pässe bis zum Ablaufdatum gültig bleiben; Inhaber können bei der Erneuerung auf einen e-Pass umsteigen. Die Gebühren für e-Pässe entsprechen den ab 1. Juli geltenden neuen Tarifen.
Quelle: NDTV Travel / The Indian Express