
Am Sonntag hat das Department of Foreign Affairs and Trade (DFAT) eine Reihe von Smartraveller-Reisehinweisen für europäische Ziele wie Italien, Frankreich, Norwegen und Österreich aktualisiert, die alle mit dem Vermerk „Stand: 28. Juni 2026“ versehen sind. Die allgemeinen Risikobewertungen bleiben unverändert, doch rückt nun das geplante European Entry/Exit System (EES) in den Fokus. Australier werden daran erinnert, dass bei der Einreise – auch bei visumfreiem Reisen – Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht werden. Das EES, das noch in diesem Jahr starten soll, erfasst automatisch die 90-Tage-Aufenthaltsdauer aller Nicht-EU-Reisenden im Schengen-Raum. Das DFAT warnt, dass Überziehungen der Aufenthaltsdauer für die Behörden leichter erkennbar sind und Bußgelder oder Wiedereinreiseverbote nach sich ziehen können. Doppelstaatsbürger sollten sorgfältig überlegen, welchen Pass sie bei der Einreise vorlegen, da die EES-Regeln für das jeweils genutzte Dokument gelten. Für australische Unternehmen lautet die klare Botschaft: Planen Sie an Land- und Luftgrenzen mehr Zeit ein, informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die biometrische Erfassung und prüfen Sie, dass mehrstufige Reiserouten innerhalb der 90/180-Tage-Regel bleiben. Mobility-Teams sollten zudem ihre Tools zur Einsatzverfolgung überprüfen, denn nach dem Start des EES sind unbeabsichtigte Überziehungen für Grenzbeamte im gesamten Schengen-Raum sichtbar. Das DFAT weist außerdem darauf hin, dass temporäre Grenzkontrollen an Land, die einige EU-Staaten aus Sicherheitsgründen wieder eingeführt haben, während der EES-Einführung häufiger vorkommen könnten. Reisende auf der Strecke zwischen Italien und Slowenien wird bereits geraten, mehr Zeit einzuplanen. Obwohl für kurze Geschäftsreisen kein Visum erforderlich ist, sollten australische Firmen, die häufig nach Europa fliegen, prüfen, ob die kommende ETIAS-Reisegenehmigung (voraussichtlich Mitte 2027) zusätzliche Vorab-Schritte erfordert.
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