
Die russische Staatsduma ratifizierte am 29. Juni ein Abkommen über Handel mit Dienstleistungen und Investitionen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, das den Weg für eine tiefere bilaterale wirtschaftliche Integration ebnet. Das Abkommen gewährt Dienstleistern beider Länder das Recht, hundertprozentige Tochtergesellschaften in einer Vielzahl von Sektoren zu gründen, darunter Forschung und Entwicklung, technische Prüfungen, Schiffs- und Flugzeugreparaturen, Bildung sowie Rechtsdienstleistungen. Nach Abschluss der Formalitäten durch den Föderationsrat und Präsident Wladimir Putin tritt das Abkommen 30 Tage nach dem Austausch diplomatischer Noten in Kraft. Unternehmen aus den VAE erhalten einen vereinfachten Marktzugang und ein vorhersehbareres regulatorisches Umfeld in Russland, während russische Firmen die VAE als Sprungbrett in den Golf- und afrikanischen Märkten nutzen können. Für Teams im Bereich globale Mobilität und Unternehmensmigration deutet das Abkommen auf eine wahrscheinliche Vereinfachung von mehrfachen Geschäftsvisa und gegenseitig anerkannte Berufslizenzen hin. Obwohl die Visabestimmungen noch nicht veröffentlicht sind, enthalten frühere Handelsabkommen der VAE meist innerhalb von 12 Monaten nach Inkrafttreten Mobilitätsvereinbarungen. Die VAE sind bereits Russlands größter arabischer Handelspartner, mit einem bilateralen Handelsvolumen, das 2025 voraussichtlich 12 Milliarden US-Dollar übersteigen wird. Branchen wie IT-Outsourcing, Schiffbauunterstützung und Hochschulaustausch werden voraussichtlich sofortige Aktivitäten verzeichnen. Multinationale Unternehmen sollten damit beginnen, Szenarien für den Personaleinsatz zu planen und die Einhaltung der Arbeitsgesetze sowohl der VAE als auch Russlands zu überprüfen. Das Risiko von Sanktionen bleibt für Unternehmen mit Hauptsitz im Westen eine wichtige Überlegung. Juristische Beratung sollte die Transaktionsstrukturen genau prüfen, um die Einhaltung der US- und EU-Exportkontrollvorschriften bei der Abwicklung von Dienstleistungen oder Kapitalflüssen über die VAE sicherzustellen.
Quelle: AK&M Newswire