
Das Update vom 29. Juni zu den Häfen im Nahen Osten von Lloyd’s List bestätigt, dass alle wichtigen maritimen Drehkreuze der VAE – darunter Jebel Ali, Khalifa, Fujairah und Sharjah – trotz der angespannten Lage im weiteren Golfgebiet weiterhin auf International Ship and Port Facility Security (ISPS) Level 1, dem Basissicherheitsniveau, bleiben. Liegeplatz 6 am Öltankerterminal in Fujairah befindet sich zwar in Wartung, doch wurden alternative Liegeplätze zugewiesen, um Staus zu vermeiden. Schifffahrtsagenten berichten von einer dreiwöchigen Wartezeit für Breakbulk- und Ro-Ro-Schiffe in Fujairah, was die hohe Nachfrage widerspiegelt, da Reeder Routen um das Rote Meer herum verlegen. GPS-Spoofing- und Störungsfälle vor der Küste Fujairahs halten an; Kapitäre werden angewiesen, Positionsdaten mit Doppler-Logs zu überprüfen und das Gebiet als Hochrisikozone zu behandeln. Schiff-zu-Schiff (STS) Treibstofftransfers im Ankerbereich von Dubai wurden mit Schlepperhilfe wieder aufgenommen, während STS-Manöver während der Fahrt weiterhin verboten sind. Die Häfen von Ras al Khaimah führen eine „Marine Risk Surcharge“ für alle Schiffsanläufe ein, eine Kostenposition, die Spediteure in ihre Angebote einrechnen sollten. Für Mobility-Teams, die Umzüge von Hausrat oder Projektladungen koordinieren, bietet das Bulletin die Sicherheit, dass die Tore der VAE normal funktionieren, auch wenn das benachbarte Kuwait in Shuaiba und Shuwaikh ISPS Level 2 aufrechterhält. Logistikmanager sollten jedoch Pufferzeiten einplanen und aktuelle Navigationswarnungen im Blick behalten. Das Update unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der VAE als regionales Logistikzentrum trotz der anhaltenden Sicherheitsvolatilität in der Straße von Hormus. Multinationale Unternehmen mit Lieferketten im Golf sollten engen Kontakt zu Hafenagenten und Versicherern halten, um mögliche Anpassungen bei Kriegsschadensprämien frühzeitig zu berücksichtigen.
Quelle: Lloyd’s List