
Die Personalberatungsfirma Y-Axis veröffentlichte am 27. Juni eine aktualisierte Checkliste, die die verschärfte Prüfung von Arbeitsvisumanträgen durch das Ministerium für Personalwesen und Emiratisierung (MoHRE) erläutert. Die Richtlinie bestätigt, dass ab sofort Anträge, denen eines der drei folgenden Dokumente fehlt, von den MoHRE-E-Kanälen automatisch abgelehnt werden: ein in den VAE anerkanntes Gleichwertigkeitszertifikat für qualifizierte Abschlüsse, ein unterschriebenes Stellenangebot auf Arabisch und Englisch sowie ein Nachweis über die Registrierung einer Krankenversicherung. Während diese Dokumente nicht neu sind, gewährte MoHRE bisher eine siebentägige Frist nach der Erstanmeldung, um fehlende Unterlagen nachzureichen. Diese Kulanzfrist wurde für Arbeitgeber auf dem Festland gestrichen, was bedeutet, dass unvollständige Anträge nun in den „Entwurfs“-Status zurückgesetzt werden und der Prozess von vorne beginnt – inklusive erneuter Gebühren für Schreibbüros. Die Behörden der Freihandelszonen führen im Sommer ähnliche Regelungen ein. Unternehmen mit hohem Einstellungsvolumen – etwa aus den Bereichen Gastgewerbe, Bauwesen und Technologieberatung – wird empfohlen, die Dokumentensammlung zu zentralisieren und die kürzlich eingeführte MoHRE-API für Massenuploads zu nutzen. Wer sich nicht anpasst, riskiert Verzögerungen bei der Einstellung und dass neue Mitarbeiter die 30-tägige Gültigkeit ihres Einreisevisums überschreiten, was teure Statusänderungen im Land nach sich ziehen kann. Für Entsandte bedeuten die strengeren Kontrollen klarere Zeitpläne: Ein vollständig vorbereiteter Antrag wird laut Y-Axis-Kundendaten nun innerhalb von drei Arbeitstagen genehmigt, während fehlerhafte Anträge sich über Wochen hinziehen können. Mobility-Manager sollten daher ausstehende Fälle umgehend prüfen und externe Recruiter über die verbindliche Dokumentenliste informieren.
Quelle: Y-Axis