
Mit dem offiziellen Beginn der spanischen Sommersaison am 1. Juli haben Fluggesellschaften, Bahnunternehmen und Fähranbieter gemeinsam Zehntausende zusätzliche Sitzplätze bereitgestellt, um dem jährlichen „Operación Salida“-Reiseansturm gerecht zu werden, berichtet die Agentur EFE am 30. Juni. Aena meldet 73.229 geplante Flüge zwischen dem 26. Juni und 5. Juli, ein Anstieg von 1,2 % gegenüber 2025, trotz Ryanairs Streichung von 1,2 Millionen Regionalplätzen für den gesamten Sommer. Allein Iberia bietet im Juli über drei Millionen Sitzplätze an – fünf Prozent mehr als im Vorjahr – während Air Europa mit 9,3 Millionen Sitzplätzen im Zeitraum Juni bis September dicht dahinterliegt, gestützt durch sieben neue Strecken, darunter Madrid–Johannesburg und Madrid–Tanger. Renfe stellt 21,6 Millionen Bahnsitze bereit, ergänzt um 100.000 Plätze im Hochgeschwindigkeitsverkehr, warnt jedoch vor möglichen Störungen durch einen Bahnstreik der Gewerkschaften am 15. Juli. Der Fährbetreiber Baleària erhöht die Zahl der täglichen Verbindungen zwischen dem spanischen Festland und Nordafrika von 15. Juni bis 15. September auf 37, um die parallel laufende „Operación Paso del Estrecho“ zu unterstützen, die jeden Sommer bis zu 3,5 Millionen Maghreb-Expatriates über spanische Häfen leitet. Für Geschäftsreisende ist die Lage gemischt: Das Sitzplatzangebot auf Hauptstrecken ist solide, doch Ryanairs Kürzungen an Regionalflughäfen sowie Personalengpässe an biometrischen Passkontrollen könnten die Nachfrage auf teurere Airlines oder alternative Flughäfen lenken. Die Bahn bleibt eine verlässliche Alternative auf den Strecken Madrid–Barcelona und Valencia, wobei der Streik im Juli genau beobachtet werden sollte.
Quelle: EFE News Agency
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