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Spanisches Oberstes Gericht stellt außergewöhnliche Migrantenregulierung am letzten Tag der Antragsfrist infrage

Juli 1, 2026
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Spanisches Oberstes Gericht stellt außergewöhnliche Migrantenregulierung am letzten Tag der Antragsfrist infrage
Das außergewöhnliche Programm Spaniens zur Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen für undokumentierte Migranten steht kurz vor dem Ende der Antragsfrist vor einer möglichen rechtlichen Hürde. Am 30. Juni erließ der Oberste Gerichtshof eine Anordnung, die den Beteiligten fünf Tage Zeit gibt, um zu erklären, ob das Gericht eine Vorabentscheidung beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) einholen soll. Von konservativen Parteien geführte Regionalregierungen in Aragón und Valencia argumentieren, dass das durch das Königliche Dekret 316/2026 geschaffene Programm im Widerspruch zu den EU-Freizügigkeitsregeln und der Rückführungsrichtlinie steht. Obwohl das Gericht das Verfahren nicht ausgesetzt hat, sorgt die Anfrage für Unsicherheit bei den mehr als einer Million Antragstellern, die sich in den letzten elf Wochen bei Rathäusern, NGOs und Konsulaten angestellt haben.

Die Richter wiesen darauf hin, dass eine einjährige Aufenthaltserlaubnis automatisch eine Schengen-weite Reisefreiheit von 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen gewährt – eine Kompetenz, die normalerweise auf EU-Ebene geregelt wird. Sollte Luxemburg letztlich entscheiden, dass das Dekret mit EU-Recht unvereinbar ist, könnte Spanien gezwungen sein, bereits erteilte Genehmigungen zu ändern oder sogar zurückzunehmen, was für Arbeitgeber, die bereits Arbeitsverträge abgeschlossen haben, ein Compliance- und Personalmanagement-Desaster bedeuten würde.

Spanisches Oberstes Gericht stellt außergewöhnliche Migrantenregulierung am letzten Tag der Antragsfrist infrage


Premierminister Pedro Sánchez reagierte innerhalb weniger Stunden und stellte einen Integrations- und Staatsbürgerschaftsplan im Wert von 500 Millionen Euro vor, der Sprachkurse, berufliche Weiterbildung und eine neue Agentur für menschliche Mobilität zur Koordinierung der Aufenthaltsverfahren finanzieren soll. Offizielle betonen, dass das Dekret verhältnismäßig sei und europäisches Recht respektiere, und verweisen auf Präzedenzfälle aus Italien und Portugal bei jüngsten Legalisierungen.

Die Wirtschaft begrüßt die Maßnahme weitgehend und argumentiert, dass Spaniens alternder Arbeitsmarkt Migranten benötigt, um fast 150.000 offene Stellen in Landwirtschaft, Gastgewerbe und häuslicher Pflege zu besetzen. Für Mobility-Manager in Unternehmen ergeben sich zwei zentrale Erkenntnisse: Erstens bleiben die im Rahmen des Programms ausgestellten Genehmigungen gültig, sofern der EuGH das Dekret nicht aufhebt – ein Verfahren, das 18 bis 24 Monate dauern kann. Zweitens sollten Unternehmen sorgfältige Aufzeichnungen über Arbeitsangebote und Sozialversicherungsanmeldungen führen, um im Falle späterer Änderungen durch Brüssel nachweisen zu können, dass sie in gutem Glauben gehandelt haben. Personalabteilungen wird zudem empfohlen, die Verlängerungsregeln im Blick zu behalten; die anfänglichen Karten sind ein Jahr gültig, können aber in eine reguläre zweijährige Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden, sobald der Inhaber sechs Monate Sozialversicherungsbeiträge nachweist.
Quelle: Catalan News

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