
Der Finnische Migrationsdienst (Migri) veröffentlichte am 29. Juni 2026 seinen quartalsweisen Migrationsausblick und bietet damit den bislang klarsten Überblick darüber, wie Finnlands Arbeitsmarktbedürfnisse, Bildungspolitik und regionale Industrieprojekte die Mobilitätsströme ins Land verändern. Laut dem Expertennetzwerk, das die Prognose dreimal jährlich erstellt, wird Finnland im Jahr 2026 voraussichtlich zwischen 11.000 und 13.000 erstmalige Anträge auf arbeitserlaubnisbasierte Aufenthaltserlaubnisse erhalten – ein Anstieg von etwa 16 % gegenüber 2025. Dieser Zuwachs kehrt einen mehrjährigen Rückgang um und wird vor allem durch Schiffbauaufträge, den Bau von Rechenzentren und andere große Industrieinvestitionen in Südwest- und Westfinnland angetrieben.
Während der Arbeitsmarkt mehr ausländische Arbeitskräfte anzieht, erwartet Migri, dass die Zahl der erstmaligen Anträge auf Studentenvisa in diesem Jahr auf 11.000 bis 12.000 sinkt – ein Rückgang von 25 % im Vergleich zu Januar bis Mai 2025. Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren: eine im Frühjahr 2025 eingeführte gemeinsame Antragsgebühr von 100 Euro für Universitäten, ab Herbst 2026 geltende volle Studiengebühren für die meisten Nicht-EU/EEA-Studierenden sowie eine schwächere Beschäftigungsperspektive, die Finnland für Absolventen, die bleiben möchten, weniger attraktiv macht. Sowohl Universitäten als auch Arbeitgeber beobachten diese Entwicklung genau, da internationale Studierende eine wichtige Talentschmiede für die Technologie-, Gesundheits- und Start-up-Branche darstellen.
Migris Analysten rechnen nicht mit einem starken Anstieg der Asylanträge. Von Januar bis Mai 2026 wurden 717 erstmalige Asylanträge gestellt, etwa 7 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Behörde prognostiziert für die Jahre bis 2027 jährlich 1.500 bis 2.500 neue Asylsuchende – Zahlen, die den EU-weiten Verschärfungen der Asylregeln und der Fortsetzung temporärer Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums entsprechen. Gleichzeitig bleiben die Anträge auf vorübergehenden Schutz für Ukrainer mit etwa 8.000 bis 10.000 pro Jahr stabil, was den anhaltenden Konflikt und Finnlands Engagement für EU-weite Schutzmaßnahmen widerspiegelt.
Für Arbeitgeber ist die wichtigste Nachricht, dass die Bearbeitungszahlen für Arbeitserlaubnisse voraussichtlich steigen werden, während das Land ab Januar 2026 strengere Kriterien für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis einführt – sechs Jahre ununterbrochener Aufenthalt, Finnischkenntnisse und ein nachgewiesener zweijähriger Arbeitsverlauf. Unternehmen aus den Bereichen Schiffbau, erneuerbare Energien und IT-Dienstleistungen, die viele der Neueinstellungen ausmachen, werden geraten, Anträge frühzeitig einzureichen und möglichst Migris Schnellverfahren für Fachkräfte zu nutzen.
Universitäten und Fachhochschulen hingegen stehen vor einer Herausforderung bei der Talentgewinnung. Einige Einrichtungen haben bereits gezielte Stipendienprogramme gestartet und drängen die Regierung, die Studiengebühren für stark nachgefragte Studiengänge wie Pflege, KI-Ingenieurwesen und Batterietechnologie zu überdenken. Experten warnen, dass Finnlands Ziel, bis 2030 50.000 weitere ausländische Fachkräfte anzuziehen, unerreichbar sein könnte, wenn sich der Studierendenstrom nicht stabilisiert.
Aus politischer Sicht wird die Prognose in die laufende Überarbeitung der Aufenthaltserlaubnisverfahren durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit einfließen, die darauf abzielt, Arbeitsausbeutung zu bekämpfen und gleichzeitig legale Einstellungen zu beschleunigen. Das Parlament wird diese Änderungen im Herbst 2026 diskutieren. Unternehmen haben somit nur ein kurzes Zeitfenster, um die Regeln mitzugestalten, die darüber entscheiden, wie – und wie schnell – internationale Talente in den finnischen Arbeitsmarkt der nächsten zehn Jahre eintreten können.
Während der Arbeitsmarkt mehr ausländische Arbeitskräfte anzieht, erwartet Migri, dass die Zahl der erstmaligen Anträge auf Studentenvisa in diesem Jahr auf 11.000 bis 12.000 sinkt – ein Rückgang von 25 % im Vergleich zu Januar bis Mai 2025. Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren: eine im Frühjahr 2025 eingeführte gemeinsame Antragsgebühr von 100 Euro für Universitäten, ab Herbst 2026 geltende volle Studiengebühren für die meisten Nicht-EU/EEA-Studierenden sowie eine schwächere Beschäftigungsperspektive, die Finnland für Absolventen, die bleiben möchten, weniger attraktiv macht. Sowohl Universitäten als auch Arbeitgeber beobachten diese Entwicklung genau, da internationale Studierende eine wichtige Talentschmiede für die Technologie-, Gesundheits- und Start-up-Branche darstellen.
Migris Analysten rechnen nicht mit einem starken Anstieg der Asylanträge. Von Januar bis Mai 2026 wurden 717 erstmalige Asylanträge gestellt, etwa 7 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Behörde prognostiziert für die Jahre bis 2027 jährlich 1.500 bis 2.500 neue Asylsuchende – Zahlen, die den EU-weiten Verschärfungen der Asylregeln und der Fortsetzung temporärer Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums entsprechen. Gleichzeitig bleiben die Anträge auf vorübergehenden Schutz für Ukrainer mit etwa 8.000 bis 10.000 pro Jahr stabil, was den anhaltenden Konflikt und Finnlands Engagement für EU-weite Schutzmaßnahmen widerspiegelt.
Für Arbeitgeber ist die wichtigste Nachricht, dass die Bearbeitungszahlen für Arbeitserlaubnisse voraussichtlich steigen werden, während das Land ab Januar 2026 strengere Kriterien für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis einführt – sechs Jahre ununterbrochener Aufenthalt, Finnischkenntnisse und ein nachgewiesener zweijähriger Arbeitsverlauf. Unternehmen aus den Bereichen Schiffbau, erneuerbare Energien und IT-Dienstleistungen, die viele der Neueinstellungen ausmachen, werden geraten, Anträge frühzeitig einzureichen und möglichst Migris Schnellverfahren für Fachkräfte zu nutzen.
Universitäten und Fachhochschulen hingegen stehen vor einer Herausforderung bei der Talentgewinnung. Einige Einrichtungen haben bereits gezielte Stipendienprogramme gestartet und drängen die Regierung, die Studiengebühren für stark nachgefragte Studiengänge wie Pflege, KI-Ingenieurwesen und Batterietechnologie zu überdenken. Experten warnen, dass Finnlands Ziel, bis 2030 50.000 weitere ausländische Fachkräfte anzuziehen, unerreichbar sein könnte, wenn sich der Studierendenstrom nicht stabilisiert.
Aus politischer Sicht wird die Prognose in die laufende Überarbeitung der Aufenthaltserlaubnisverfahren durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit einfließen, die darauf abzielt, Arbeitsausbeutung zu bekämpfen und gleichzeitig legale Einstellungen zu beschleunigen. Das Parlament wird diese Änderungen im Herbst 2026 diskutieren. Unternehmen haben somit nur ein kurzes Zeitfenster, um die Regeln mitzugestalten, die darüber entscheiden, wie – und wie schnell – internationale Talente in den finnischen Arbeitsmarkt der nächsten zehn Jahre eintreten können.