
Ab dem 1. Juli 2026 müssen indische Staatsbürger bei der Beantragung eines Reisepasses deutlich mehr bezahlen, nachdem das Außenministerium (MEA) geänderte Passvorschriften bekannt gegeben hat. Ein neuer 36-seitiger Pass kostet nun ₹2.500 statt bisher ₹1.500, ein 60-seitiger Pass ₹3.500. Die „Tatkal“-Anträge steigen auf ₹5.000 bzw. ₹6.000, während die Ersatzgebühren für beschädigte oder verlorene Pässe bis zu ₹8.500 betragen. Das MEA begründet die Erhöhung mit gestiegenen Kosten für Druck, Sicherheitsmerkmale und Dienstleistungspartner im Rahmen des landesweiten Passport Seva Projekts. Seit 2012 ist das Passnetzwerk von 77 auf 545 Passport Seva Kendras und Postämter gewachsen, die 2025 mit 15 Millionen Anträgen einen Rekord verarbeiteten. Behörden betonen, dass das höhere Antragsvolumen und die Einführung chipgestützter E-Pässe kontinuierliche Investitionen in Blankopässe, biometrische Geräte und Cybersicherheit erfordern. Geschäftsreisekonsultanten warnen, dass Unternehmen, die die Dokumentation für Entsandte planen, die Kostensteigerung von 40 bis 75 Prozent einkalkulieren müssen. Eine vierköpfige Familie zahlt für neue Pässe nun ₹10.000 statt ₹6.000 – zuzüglich Polizeiverifizierung und Kuriergebühren. Arbeitgeber sollten ihre Kostenschätzungen für Entsendungen aktualisieren und frühzeitig Sammeltermine für Passverlängerungen organisieren. Für Manager der globalen Mobilität verringert die höhere „Tatkal“-Gebühr den Unterschied zwischen regulärer und beschleunigter Bearbeitungszeit (in Metropolen jetzt sechs bzw. drei Werktage). Reisemanagement-Teams sollten Mitarbeiter daran erinnern, dass die meisten ausländischen Vertretungen keine Visaanträge mit einem Reisepass akzeptieren, der weniger als sechs Monate gültig ist – rechtzeitige Erneuerung ist daher entscheidend.
Quelle: The Indian Express