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USA startet Pilotprojekt für beschleunigte 750-Dollar-Interviews bei B-1/B-2-Visa

Juli 1, 2026
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USA startet Pilotprojekt für beschleunigte 750-Dollar-Interviews bei B-1/B-2-Visa
Das lang erwartete Pilotprogramm des US-Außenministeriums, das Besuchern ermöglicht, eine Gebühr von 750 US-Dollar für eine beschleunigte Bearbeitung von Nicht-Einwanderungsvisa zu zahlen, tritt heute, am 1. Juli 2026, offiziell in Kraft. Im Rahmen des sechsmonatigen Tests können ausgewählte US-Botschaften und Konsulate Antragstellern für B-1 (Geschäfts-) und B-2 (Touristen-) Visa gegen Zahlung der regulären MRV-Gebühr von 185 US-Dollar einen Interviewtermin innerhalb von 10 Werktagen anbieten. Obwohl die vorläufige Regelung keine Garantie für die Visaerteilung oder eine schnellere Bearbeitung nach dem Interview bietet, erhalten Geschäftsreisemanager damit ein dringend benötigtes Instrument für wirklich kurzfristige Reisen. Die durchschnittlichen Wartezeiten für B-Visa liegen weltweit weiterhin bei etwa 30 Tagen und können in einigen Vertretungen sogar über ein Jahr betragen. Das Außenministerium erklärt, dass der Pilotversuch dazu dient, die Kapazitäten vor Großveranstaltungen wie der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 und den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zu testen. Nur Botschaften und Konsulate, die sich freiwillig beteiligen und über freie Interviewkapazitäten verfügen, können die kostenpflichtige Beschleunigungsoption in ihren Online-Terminvergabesystemen anbieten. Washington hat die Liste der teilnehmenden Konsulate noch nicht veröffentlicht; Insider erwarten, dass große Drehkreuze wie Mumbai, São Paulo, London und Manila zuerst dabei sein werden. Antragsteller, die das Upgrade wählen, können zudem eine Premium-Rücksendung ihres Reisepasses per Kurier ohne zusätzliche Kosten erhalten. Für multinationale Unternehmen bedeutet die Gebühr eine Abwägung zwischen Kosten und geschäftlichen Auswirkungen: Ein vierköpfiges Vertriebsteam könnte durch die Gebühren 3.000 US-Dollar zusätzlich zum Reisebudget aufwenden, aber dadurch deutlich größere Verluste durch das Verpassen eines Kundentermins vermeiden. Einwanderungsrechtliche Berater warnen jedoch, dass Antragsteller, die den B-1-Status für produktive Arbeit in den USA missbrauchen, trotz des Premium-Termins mit einer Ablehnung rechnen müssen. Das Außenministerium wird Daten zu Nachfrage, Betrugsindikatoren und den Auswirkungen auf die Wartezeiten sammeln und bis Jahresende entscheiden, ob die kostenpflichtige Schnellbearbeitung verlängert oder dauerhaft eingeführt wird.
Quelle: The Financial Express

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