
Pünktlich zum Beginn der Sommerreisesaison in der Schweiz haben die Flughäfen Zürich und Basel am 1. Juli gemeinsame Hinweise veröffentlicht, in denen Reisende aufgefordert werden, früher als üblich anzureisen. Die Warnung folgt auf die Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES), das Erstbesucher aus Nicht-EU-/Schengen-Staaten verpflichtet, Fingerabdrücke und ein Gesichtsscan bereitzustellen. Laut Flughafen Zürich dauert die Abfertigung einer vierköpfigen Familie aus einem visumfreien Land nun durchschnittlich sieben Minuten statt bisher zwei. An Spitzensamstagen werden über 100.000 abreisende Passagiere erwartet, was bedeutet, dass sich Warteschlangen bis in die Check-in-Halle zurückstauen könnten, wenn auch nur ein kleiner Prozentsatz die vollständige EES-Erfassung benötigt. Die Kantonspolizei hat Überstunden für 40 zusätzliche Beamte genehmigt und eine stillgelegte Kontrollhalle im Dock E wieder geöffnet, um 14 manuelle Kontrollstellen einzurichten. Der Flughafen weist Schweizer, EU- und EFTA-Bürger auf die e-Gates hin (ab 18 Jahren bei Abreise, ab 12 Jahren bei Ankunft) und empfiehlt allen Passagieren, Flug- und Gesundheitsformulare online auszufüllen, um die Mitarbeiter für die biometrische Erfassung zu entlasten. Basel-Mülhausen teilt mit, dass ähnliche Maßnahmen gelten und dass Verbindungsoffiziere der französischen Polizei aux Frontières vor Ort sind, um den Passagierfluss auf der französischen Seite des Terminals zu steuern. Für Mobilitätsmanager ist die Botschaft klar: Pufferzeiten in die Reisepläne einbauen. „Wir raten Führungskräften, Verbindungen zwei Tage vor dem Abflug zu planen, statt am selben Tag umzusteigen“, sagt Patrick Wu, Reiseleiter eines multinationalen Unternehmens mit Sitz in Zug. Auch Reiseveranstalter verlängern die Bus-Transferzeiten, um sicherzustellen, dass Kreuzfahrt- und Bahnanschlüsse nicht verpasst werden. Branchenvertreter räumen ein, dass das neue System die Sicherheit verbessern und letztlich Wiederholungsbesuche beschleunigen sollte, warnen jedoch, dass die vorübergehenden Störungen dem Ruf der Schweiz als unkompliziertes Drehkreuz schaden könnten. Bei der höchsten Reisednachfrage seit 2019 könnte jede zusätzliche Reibung Passagiere – und Veranstaltungsplaner – zu konkurrierenden Flughäfen in der Region treiben.
Quelle: Blick
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
Schlangen ziehen sich durch die Terminals: EES-„Albtraum“ erfasst Europa – was Schweizer Passagiere wissen müssen
SWISS setzt bescheidenes Ziel von 65 % Pünktlichkeit zum Start des Sommerflugplans