
Die Teilnahme der Schweiz am Schengen-Raum bedeutet, dass die Flughäfen Zürich, Genf und Basel-Mulhouse nun das europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) anwenden müssen, das seit dem 10. April 2026 voll funktionsfähig ist. Die digitale Plattform ersetzt die Passstempel für Nicht-EU-/Nicht-Schengen-Reisende durch eine elektronische Erfassung, die Gesichtsaufnahmen, Fingerabdrücke und Daten aus Reisedokumenten speichert. Theoretisch soll die Technologie die Kontrollen beschleunigen und die Sicherheit erhöhen, indem Grenzbeamte sofort erkennen können, ob ein Besucher die 90-Tage-Grenze überschritten hat. In der Praxis zeigt der erste große Test – der Ferienansturm im Juli und August – jedoch deutliche Anlaufschwierigkeiten.
Airlines for Europe, ACI Europe und IATA haben Brüssel gebeten, Flughäfen zu erlauben, das System „abzuschalten“, wenn die Warteschlangen die Kapazität übersteigen, da verpasste Anschlussflüge und Verstöße gegen die Dienstzeiten der Crew den Flugplan durcheinanderbringen könnten. An den Schweizer Flughäfen haben das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sowie die Kantonspolizeien schnell reagiert, um Personal aufzustocken und mobile Registrierungskioske einzurichten. Der Flughafen Zürich rechnet an Spitzentagen an den Wochenenden mit mehr als 110.000 Passagieren; die Leitung fordert Drittstaatsangehörige auf, sich vorab an den neuen „EES-FastTrack“-Schaltern zu registrieren, und empfiehlt Schweizer sowie EU/EFTA-Bürgern, automatisierte e-Gates zu nutzen, um die Warteschlangen insgesamt zu verkürzen.
Verbände aus dem Geschäftsreisemarkt befürchten Produktivitätsverluste. „Eine 20-minütige Verzögerung bei der Passkontrolle kann die Effizienzgewinne zunichtemachen, die Unternehmen von Kurzstrecken-Tagesreisen erwarten“, sagt Sandra Müller, Mobilitätsleiterin bei SwissGlobal Consulting. Sie berichtet, dass Schweizer Firmen Meetings vorerst auf Drehkreuze wie Wien oder Mailand verlegen, bis sich die Lage stabilisiert hat.
Die Grenzbehörden betonen, dass die Schwierigkeiten nur vorübergehend sind. Uku Särekanno, stellvertretender Exekutivdirektor von Frontex, erklärte gegenüber Euronews, dass die Erfassung der Fingerabdrücke „wahrscheinlich der herausforderndste Teil“ sei und prognostizierte, dass sich die Abläufe innerhalb von zwei Jahren stabilisieren werden, wenn Reisende wiederverwendbare biometrische Dateien aufgebaut haben. Bis dahin raten Mobilitätsmanager Reisenden, mindestens eine Stunde mehr für ihre Flughafenabläufe einzuplanen.
Airlines for Europe, ACI Europe und IATA haben Brüssel gebeten, Flughäfen zu erlauben, das System „abzuschalten“, wenn die Warteschlangen die Kapazität übersteigen, da verpasste Anschlussflüge und Verstöße gegen die Dienstzeiten der Crew den Flugplan durcheinanderbringen könnten. An den Schweizer Flughäfen haben das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sowie die Kantonspolizeien schnell reagiert, um Personal aufzustocken und mobile Registrierungskioske einzurichten. Der Flughafen Zürich rechnet an Spitzentagen an den Wochenenden mit mehr als 110.000 Passagieren; die Leitung fordert Drittstaatsangehörige auf, sich vorab an den neuen „EES-FastTrack“-Schaltern zu registrieren, und empfiehlt Schweizer sowie EU/EFTA-Bürgern, automatisierte e-Gates zu nutzen, um die Warteschlangen insgesamt zu verkürzen.
Verbände aus dem Geschäftsreisemarkt befürchten Produktivitätsverluste. „Eine 20-minütige Verzögerung bei der Passkontrolle kann die Effizienzgewinne zunichtemachen, die Unternehmen von Kurzstrecken-Tagesreisen erwarten“, sagt Sandra Müller, Mobilitätsleiterin bei SwissGlobal Consulting. Sie berichtet, dass Schweizer Firmen Meetings vorerst auf Drehkreuze wie Wien oder Mailand verlegen, bis sich die Lage stabilisiert hat.
Die Grenzbehörden betonen, dass die Schwierigkeiten nur vorübergehend sind. Uku Särekanno, stellvertretender Exekutivdirektor von Frontex, erklärte gegenüber Euronews, dass die Erfassung der Fingerabdrücke „wahrscheinlich der herausforderndste Teil“ sei und prognostizierte, dass sich die Abläufe innerhalb von zwei Jahren stabilisieren werden, wenn Reisende wiederverwendbare biometrische Dateien aufgebaut haben. Bis dahin raten Mobilitätsmanager Reisenden, mindestens eine Stunde mehr für ihre Flughafenabläufe einzuplanen.
Quelle: Euronews