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Irland verschärft Regeln für Familienzusammenführung außerhalb des EWR mit strengeren Einkommens- und Wohnraumanforderungen

Juli 3, 2026
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Irland verschärft Regeln für Familienzusammenführung außerhalb des EWR mit strengeren Einkommens- und Wohnraumanforderungen
Das Justizministerium hat Irlands Familienzusammenführungsregelung für Nicht-EU-Bürger erstmals seit 2016 still und leise überarbeitet. Die Änderungen, die seit dem 12. Juni gelten, aber erst gestern vollständig veröffentlicht wurden, sind weitreichend. Irische Staatsbürger, die ihren Ehepartner oder Partner sowie unterhaltsberechtigte Kinder ins Land holen möchten, müssen nun ein Bruttohaushaltseinkommen von 75.000 € über die letzten drei Jahre nachweisen – fast das Doppelte der bisherigen Grenze von 40.000 €. Zudem werden weitere finanzielle Mindestanforderungen an die Inflation angepasst, was bedeutet, dass Sponsoren künftig deutlich höhere Einkommensnachweise erbringen müssen.

Inhaber einer allgemeinen Beschäftigungserlaubnis (General Employment Permit, GEP) und andere Sponsoren der Kategorie C stehen vor einer zusätzlichen Hürde: dem Nachweis geeigneten Wohnraums. Antragsteller müssen Belege wie langfristige Mietverträge oder Eigentumsnachweise vorlegen, die eine angemessene Unterkunft für die einreisenden Familienmitglieder garantieren. Personen, die in Direct Provision-Zentren, Studentenwohnheimen oder anderen betreuten Unterkünften leben, sind in der Regel nicht mehr berechtigt, Verwandte zu sponsern, was einen Weg für einkommensschwächere Migranten schließt.

Irland verschärft Regeln für Familienzusammenführung außerhalb des EWR mit strengeren Einkommens- und Wohnraumanforderungen


Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte fallen nun unter ein eigenes Regelwerk im International Protection Act 2026. Sie müssen in der Regel zwei Jahre nach Erhalt ihres Status warten, bevor sie einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen können, und nachweisen, dass die Aufnahme der Familie keine „unangemessene Belastung“ für den Staat darstellt. Bestehende familiäre Beziehungen müssen künftig über die Verfahren dieses Gesetzes abgewickelt werden, wodurch die bisherige Doppelspurigkeit beendet wird.

Juristische Experten warnen, dass die höheren Einkommensanforderungen und die Wohnraumnachweise vor allem Familien mit mittlerem Einkommen treffen werden, insbesondere ausländische Fachkräfte im Technologiesektor mit GEP, die oft in Dublins teurem Mietmarkt wohnen. Arbeitgeber, die auf GEPs angewiesen sind, müssen möglicherweise Gehaltsstrukturen überdenken oder in einigen Fällen Stellen auf die Critical Skills Employment Permit umstellen, die von der Wohnraumanforderung ausgenommen ist, um im globalen Wettbewerb um Talente attraktiv zu bleiben.

Für potenzielle Sponsoren lautet die klare Botschaft: Frühzeitig mit der Budgetplanung beginnen, solide Einkommensnachweise sammeln und rechtzeitig geeigneten Wohnraum sichern. Experten für Einwanderungsberatung rechnen damit, dass die Bearbeitung der Anträge angesichts der neuen Regeln weiterhin langsam verlaufen wird, weshalb gut dokumentierte und frühzeitig eingereichte Anträge unerlässlich sind.
Quelle: Newland Chase

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