
Der Sommerreiseverkehr in Spanien hat offiziell begonnen. Die Generaldirektion für Verkehr (DGT) startete am Freitag um 15:00 Uhr die erste „Operación Salida“ 2026 und erwartet bis Sonntag Mitternacht 4,8 Millionen Straßenfahrten. Die Kampagne setzt auf 780 stationäre Blitzgeräte, 545 mobile Radargeräte sowie 39 Flugzeuge und Drohnen, um riskantes Fahrverhalten einzudämmen. Auch in der Luft herrscht hoher Mobilitätsdruck: Der Flughafenbetreiber Aena plant zwischen dem 3. und 5. Juli über 22.000 Flüge – 4 % mehr als 2025 – mit Madrid-Barajas (3.700 Flüge) und Barcelona-El Prat (3.300 Flüge) an der Spitze. Die Fluggesellschaften wurden gebeten, die Öffnungszeiten der Check-in-Schalter zu staffeln, um lange Warteschlangen bei der Sicherheitskontrolle in den frühen Samstagstunden zu vermeiden. Auf der Schiene werden RENFE, Iryo und Ouigo 3.100 Fernverkehrszüge mit insgesamt 348.000 zusätzlichen Sitzplätzen einsetzen. Ein drohender 24-stündiger Bahnstreik am 15. Juli, bestätigt von der StrikeTracker-Plattform, könnte jedoch die Rückreisen erschweren. Daher raten Reiseverantwortliche den Beschäftigten, flexible Tickets zu nutzen oder Fahrgemeinschaften in Betracht zu ziehen. Neue Regeln gelten ab diesem Sommer: Alle Privatfahrzeuge müssen statt der alten Warndreiecke das V-16-Notfallwarnblinklicht mitführen. Zudem hat die Regierung eine 24-Stunden-Hotline für Unfallopfer in mehreren Sprachen eingerichtet – eine große Hilfe für Ausländer, die mit den lokalen Abläufen nicht vertraut sind. Für globale Mobilitätsteams lautet die Botschaft: gut vorbereitet sein. Unternehmen, die an diesem Wochenende Mitarbeiter versetzen, sollten mehr Zeit für den Transport einplanen, vollständig erstattungsfähige Hotelzimmer buchen und Fahrer daran erinnern, dass Bußgelder in Spanien auch gegenüber Ausländern durchgesetzt und sofort verlangt werden können. Da die DGT bis Ende August über 100 Millionen Straßenfahrten prognostiziert, zeichnet sich die Hochsaison 2026 als die geschäftigste – und potenziell gefährlichste – seit der Pandemie ab.
Quelle: El Plural
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